„Neue Gartenfeld“ in Berlin Spandau mit Hotelhochhaus und Smart-City-Konzept

| Hotellerie Hotellerie

Im Rahmen eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Berlins entsteht auf der Insel Gartenfeld in Spandau ein neues Stadtquartier. Das „Neue Gartenfeld“ wird nicht nur Wohnraum für rund 10.000 Menschen schaffen, sondern auch eine neue Adresse für die Hotellerie und Gastronomie in der Region.

MBN errichtet Hotel mit 17 Stockwerken

Die Berliner Niederlassung des Bauunternehmens MBN ist mit der Realisierung eines zentralen Bauprojekts betraut: einem 17-stöckigen Hotelhochhaus. Dieses wird durch ein angeschlossenes Wohngebäude ergänzt und soll eine neue Anlaufstelle für auswärtige Besucher und Geschäftsreisende werden.

Das Hotel ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts, das darauf abzielt, das ehemalige Industriegelände in ein lebendiges, zukunftsweisendes Smart-City-Quartier zu verwandeln. Die geplante Eröffnung des Hotelkomplexes ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Ein Quartier mit Fokus auf Nachhaltigkeit und digitale Infrastruktur

Das „Neue Gartenfeld“ gilt als Modellprojekt für Berlins Stadtentwicklung. Der Fokus liegt auf der Schaffung eines Quartiers, das modernste Technologien mit einem nachhaltigen Lebensumfeld verbindet. So wird das „Quartierswerk Gartenfeld“ ein dezentrales Energiekonzept umsetzen, das auf Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpen und Wasserstofftechnologien setzt, um langfristige CO₂-Einsparungen zu erzielen.

Die digitale Infrastruktur wird durch ein Glasfasernetz von bis zu zehn Kilometern Länge gewährleistet, um eine moderne Kommunikation zu ermöglichen. Parallel dazu wird der ruhende Verkehr in einem Parkhaus mit rund 1.100 Stellplätzen gebündelt. Dieses Konzept, auch als Mobility Hub bekannt, soll das Quartier weitgehend autoarm gestalten und Fußgängern sowie Radfahrern Vorrang gewähren.

Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Integration denkmalgeschützter Strukturen wie der historischen Belgienhalle, die als zentrale Kultur- und Freizeitstätte erhalten bleiben soll. Die geplante Reaktivierung der Siemensbahn wird zudem eine entscheidende Rolle für die Anbindung des Quartiers an das öffentliche Nahverkehrsnetz Berlins spielen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.