Premier Inn expandiert weiter

| Hotellerie Hotellerie

Die Deutschland-Expansion der britischen Hotelgruppe Premier Inn schreitet voran. Die Muttergesellschaft von Premier Inn, das an der Londoner Börse notierte Whitbread PLC, erklärte bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen, dass die Anzahl der gesicherten Hotelzimmer in Deutschland um 25 Prozent auf 7.300 über den Berichtszeitraum (01.03.19 - 31.08.19) gestiegen sei.

Mark Anderson, Managing Director Property & Premier Inn International bei Whitbread: „Unserem Ziel, ein attraktives Hotelangebot in ganz Deutschland zu schaffen, sind wir im Berichtszeitraum einen entschiedenen Schritt näher gekommen. Wir konzentrieren uns bei der Expansion darauf, die Stärken unseres Geschäfts im Heimatmarkt in den strukturell starken deutschen Hotelmarkt zu tragen.“

„Wir suchen nach bestehenden Hotels, Grundstücken oder Konversionsimmobilien in innerstädtischen Lagen,“ erklärt Dr. Michael Hartung, Managing Director und Development Director von Premier Inn in Deutschland. „Bei der Realisierung von Neubauten reicht die Spanne dabei vom Einbringen des Mietvertrags in ein Projekt bis hin zur selbständigen Entwicklung des Hotels – bei Mixed-Use-Objekten auch in einem Joint Venture mit einem Büro-, Wohn- oder Einzelhandelsentwickler.“ Die ausgewiesene Asset-Heavy-Strategie, also der Besitz der eigenen Hotelimmobilien, sorge für zusätzliche Flexibilität beim Erwerb neuer Standorte.

Für die weitere Expansion von Premier Inn in Deutschland stellt Whitbread jährlich 200 bis 300 Millionen Pfund (225-340 Mio. Euro) Kapital zur Verfügung. Rund 1 Milliarde Pfund (1,1 Mrd. Euro) wurden bereits allokiert. Premier Inn hatte Anfang des Monats zudem die Zahl der Zielstädte für eigene Hotelansiedlungen von 26 auf 50 erhöht.

Nach dem Ende des Berichtzeitraums hat Whitbread drei Hotels mit insgesamt 482 Zimmern von einem Privateigentümer übernommen. Das Portfolio besteht aus zwei Bestandsobjekten in München und Nürnberg, die aktuell unter der Marke acomhotels geführt werden, sowie einer Projektentwicklung in Stuttgart. Damit verfügt Premier Inn aktuell über 43 gesicherte Hotels mit knapp 8.000 Zimmern in 15 Großstädten. Drei Hotels – in Frankfurt, Hamburg und München – sind bereits eröffnet. Bis Ende 2020 sollen 20 Hotels in Deutschland in Betrieb sein.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Kartellverfahren deutscher Hotels gegen Booking.com verlangt das Bezirksgericht Amsterdam zunächst einen konkreten Schadensnachweis der Kläger. Während Booking.com das Urteil als Bestätigung seiner Argumentation bewertet, sieht der Hotelverband Deutschland wichtige Weichen zugunsten der Hotels gestellt.

Die Tui Group erweitert ihr internationales Hotelnetzwerk. Mit über 70 geplanten Projekten, neuen Standorten in Shanghai und Japan sowie dem Buchungsstart für eine neue Robinson-Anlage auf den Kapverden setzt der Konzern verstärkt auf Ganzjahresdestinationen in Asien und Afrika.

BWH Hotels Central Europe blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück: Mit einem Gesamtumsatz von über 921 Millionen Euro und einer wachsenden Hotelanzahl festigt die Gruppe ihre Marktposition trotz volatiler Rahmenbedingungen.

1912 Hotels übernimmt zum 1. März 2026 den Betrieb des Hotel Millennium Park in Lustenau. Neben einer neuen Markenstrategie steht die Stärkung des Geschäftsreise- und Tagungssegments in der Vier-Länder-Region im Fokus der Neuausrichtung.

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.