Rekord bei Übernachtungen in NRW

| Hotellerie Hotellerie

Die vielen ausländischen Fans während der Fußball-Europameisterschaft haben dem Tourismus in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr einen großen Zuwachs und Rekordwerte beschwert. Die Zahl der Übernachtungen sei die höchste gewesen, die jemals gemessen wurden, teilte eine Sprecherin vom Tourismusverband NRW mit. Die Statistiken werden seit 1991 vom Landesstatistikamt IT.NRW erhoben.

Demnach wurden gleich mehrere Rekorde gebrochen. Die meldepflichtigen Übernachtungsbetriebe in Nordrhein-Westfalen zählten im ersten Halbjahr 11,7 Millionen Gäste mit 26 Millionen Übernachtungen. Dabei wurden 5,3 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste registriert. Im Juni lag die Zahl der Übernachtungen von Auslandsgästen mit 1,34 Millionen um mehr als 44 Prozent höher als im Vorjahresmonat - und damit ebenfalls so hoch wie nie zuvor. 

Die meisten Gäste kamen aus dem Vereinigten Königreich. Auch aus den Niederlanden, den USA, der Schweiz und Belgien sind den Statistiken zufolge viele Menschen angereist. Ein besonders großes Plus von 68,5 Prozent verbuchten dabei im Juni die Spielorte Köln, Düsseldorf, Dortmund und Gelsenkirchen. 

Die Übernachtungszahlen seien beeindruckend, sagte die Geschäftsführerin von Tourismus NRW, Heike Döll-König. «Der Einfluss der Fußball-EM im Juni ist deutlich erkennbar. Mit den positiven Bildern von den Fan-Zones und attraktiven touristischen Angeboten im Land konnten wir ein starkes Statement für ein weltoffenes, tolerantes und gastfreundliches Nordrhein-Westfalen setzen.»

Infolge der Fußball-EM war in vielen Innenstädten in NRW deutlich mehr los als sonst. Den stärksten Anstieg bei den Passantenfrequenzen verzeichneten im Juni laut einer Analyse des Dienstleisters Hystreet die Stuttgarter Königstraße (+36,6 Prozent), die Kaufingerstraße in München (+17,2), die Bahnhofstraße in Gelsenkirchen (+13,3) und der Westenhellweg in Dortmund (+11,7). (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.