Revo Hospitality Group bestätigt Hotelschließungen im Sanierungsprozess

| Hotellerie Hotellerie

Die Revo Hospitality Group hat ein Update zur laufenden Sanierung veröffentlicht. Nachdem am 16. Januar beim Amtsgericht Charlottenburg für 125 Hotels die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt wurde, hat sich die Zahl der betroffenen Häuser in den Folgetagen erhöht. Ziel ist die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs für den Großteil der Gruppe.

Fokus auf Fortführung in Eigenverwaltung

Insgesamt sind rund 175 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern Teil der Fortführung in Eigenverwaltung. Nach Angaben des Unternehmens konnten die Geschäftsbetriebe dieser Häuser erfolgreich stabilisiert werden. Die Hotels können weiterhin gebucht werden. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld. Für diese 175 Hotels sind laut aktuellem Stand keine weiteren Schließungen vorgesehen.

Bestätigte Schließungen und Regelinsolvenzen

Trotz der Sanierungsbemühungen kommt es an einzelnen Standorten zu Schließungen. Aktuell betroffen sind das Mövenpick Frankfurt City sowie das Vienna House Easy in Hannover. In Hannover ist der Grund für das Betriebsende die Entscheidung des Eigentümers, das Objekt künftig nicht mehr als Hotel weiterzubetreiben.

Darüber hinaus befinden sich bereits weitere Gesellschaften in einem Regelinsolvenzverfahren. Dies betrifft vier Gesellschaften, bei denen die Schließung des Hotels schon vor der Antragstellung feststand oder die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Fortführung fehlten. Aus denselben Gründen wird für vier weitere Gesellschaften im Ausland ein Regelinsolvenzverfahren beantragt. Bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung waren zudem etwa fünf bis sechs Hotels geschlossen oder befanden sich in der Schließung.

Sonderfall auf Rügen

Eine Sonderrolle nimmt das Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen ein. Für dieses Haus wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Professor Dr. Lucas Flöther bestellt. Auf der Internetseite des Hauses heißt es: „Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass wir den Hotelbetrieb des Aedenlife Hotel und Resort Rügen aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft nicht wie geplant fortführen können und aus diesem Grund auch keine Buchungen mehr annehmen. Gäste mit bestehenden Buchungen werden schnellstmöglich informiert. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die sich daraus ergeben.“

Die Revo Hospitality Group umfasst insgesamt über 200 Hotels in 12 europäischen Ländern. Während der Großteil des Portfolios stabil läuft, markieren die aktuellen Maßnahmen den notwendigen Rahmen für die Restrukturierung der Gruppe.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.