RIMC-Tochter in Bad Griesbach im Insolvenzverfahren

| Hotellerie Hotellerie

Seit drei Jahren betreibt die RIMC Hotels & Resorts-Gruppe drei Hotels des Quellness & Golf Resorts in Bad Griesbach. Vor einem Jahr wurden die Herbergen auch erworben. Dazu gehören das Hotel Maximilian, das Hotel Das Ludwig und das Hotel Fürstenhof sowie für eine Eventhalle und ein Personalhaus. Jetzt hat eine BG Hotelbetriebsgesellschaft mbH einen Insolvenzantrag gestellt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist RIMC-Boss Marek Riegger. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Stefan Denkhaus aus Hamburg bestellt worden.

Vor einem Jahr schrieb RIMC bei der Übernahme der drei Hotels, dass es das Ziel sei, den niederbayerischen Standort unter einer Marriott-Marke zu internationalisieren. Nach der Übernahme hat RIMC Hotels & Resorts dazu eine Franchise-Vereinbarung mit Marriott International unterzeichnet, um nach der geplanten Renovierung, das Hotel Maximilian unter der Marke Marriott Hotels zu betreiben.

Bereits im Januar 2022 hatte die RIMC Hotels & Resorts Gruppe die Hotelimmobilien als Pächterin übernommen. Die Übernahme der Betreiberschaft und der Kauf der Immobilen wurden seinerzeit als Pressemitteilung publiziert. Zum Insolvenzantrag der BG Hotelbetriebsgesellschaft mbH erreichte die Tageskarte-Redaktion noch keinen entsprechende Mitteilung.

Als die Hotels vor einem gekauft wurden, blicken die Akteure optimistisch in die Zukunft. Schon davor wurde publiziert, dass man „gemeinsam in eine noch erfolgreichere Zukunft gehen wolle“. Marek Riegger, CEO der RIMC Hotels & Resorts Gruppe, freute sich über den Zuwachs im eigenen Hotel-Portfolio: „Es ist unglaublich und einmalig, was hier über Jahre geschaffen wurde. Die beiden ‚Väter‘ des Resorts, Alois Hartl und Dr. Hans-Dieter Cleven, haben meinen größten Respekt. Es ist uns eine große Ehre, einen Teil ihres Lebenswerks in Form der drei Hotels langfristig begleiten zu dürfen.“

Julian Miebach, damals Director International Hotel Development Germany, Austria & Switzerland bei Marriott sagte: „Bad Griesbach ist in der DACH-Region ohne Zweifel der führende Standort für den Bereich Golf und Gesundheit. Wir freuen uns, als Franchisepartner mit unserer Marke Marriott Hotels für das Hotel Maximilian die RIMC in der weiteren Vermarktung auch und gerade international unterstützen zu können. Wir sehen hier großes Potenzial für das Hotel, den Standort und die Region.“

Das 4-Sterne-S-Hotel Fürstenhof bietet 137 Zimmer und acht Suiten sowie fünf Restaurantstuben. Die hauseigene Therme bietet einen einem 4.400 Quadratmeter großem Wellness-Bereich inklusive Saunalandschaft. Das 5-Sterne-S-Hotel Hotel „Maximilian“ gilt als klassischer Alleskönner. Eingebettet in die weitläufige Rottaler Hügellandschaft bieten 194 Zimmer und elf Suiten. Das 4-Sterne-S-Hotel Hotel „Das Ludwig“ bietet Familien und Aktivreisende 166 Zimmer und zwölf  Suiten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Eröffnung des Motel One in Koblenz ist für den Spätsommer 2026 terminiert. Der Neubau in der Löhrstraße kombiniert 177 Zimmer mit einer öffentlichen Bar und einer Dachterrasse, die einen Panoramablick auf die Festung Ehrenbreitstein bietet.

Minor Hotels schließt das Jahr 2025 mit einer Gewinnsteigerung von 32 Prozent ab. Trotz weitreichender Renovierungen in den Hotels und globaler Unsicherheiten sorgten Kostendisziplin und eine starke Nachfrage in Europa und Asien für ein Rekordergebnis.

Das Werzers Seehotel Wallerwirt investiert 8,5 Millionen Euro in eine strategische Neupositionierung. Durch Modernisierungen und die Erweiterung des Wellnessangebots wandelt sich das Haus am Wörthersee bis April zu einem ganzjährig geöffneten Betrieb.

Der IHA präsentiert Handlungsempfehlungen zum neuen Kurzzeitvermietung-Datenaustausch-Gesetz. Das Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen und Kommunen dabei unterstützen, Wohnraum zu schützen und faire Wettbewerbsbedingungen im Beherbergungssektor zu schaffen.

In den aktuellen Geschäftsberichten der globalen Hotelkonzerne taucht ein neuer, gewichtiger Risikofaktor auf. Die Unternehmen warnen vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die bisherigen Vertriebsstrukturen. Branchenexperten, wie Marco Nussbaum, sehen darin ein deutliches Signal für eine mögliche Verschiebung der Machtverhältnisse in der digitalen Distribution.

Das Hotel Steigenberger Camp de Mar auf Mallorca sieht sich mit wirtschaftlichen Konsequenzen durch Medienberichte über angebliche Verbindungen zum iranischen Finanzwesen konfrontiert. Das Hotel ist über einige große Plattformen derzeit nicht buchbar. Das Hotelmanagement betont die rechtliche Unabhängigkeit.

Die wirtschaftliche Krise bei der Revo Hospitality Group führt anscheinend aktuell zu Betriebseinstellungen in Deutschland. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, stehen nach der im Januar angemeldeten Insolvenz nun zwei Häuser fest, die derzeit nicht buchbar sind.

Hyatt Hotels schließt seine Transformation zum Asset-Light-Unternehmen ab und meldet für 2025 Erlöse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Trotz eines bilanziellen Nettoverlusts durch den Konzernumbau übertrifft das operative Ergebnis im Luxussegment die Erwartungen, während die Rekord-Pipeline von 148.000 Zimmern den Wachstumskurs für 2026 sichert.

Mandarin Oriental erweitert das Portfolio in Ägypten durch die Übernahme des Old Cataract in Assuan und des Winter Palace in Luxor. Erstmals bietet die Gruppe zudem eine eigene luxuriöse Flusskreuzfahrt auf dem Nil an.

Longevity ist in aller Munde – doch was steckt dahinter und wie wird das überhaupt ausgesprochen? Ein neues Symposium in Kitzbühel liefert Fakten für Hoteliers, die Langlebigkeit als Geschäftsmodell nutzen wollen.