Die Seminaris Hotels setzen im Seminaris SeeHotel Potsdam einen humanoiden Serviceroboter für Aufgaben im Housekeeping ein. Der Roboter mit dem Namen „Billie“ kontrolliert im Rahmen eines Pilotprojekts frisch gereinigte Hotelzimmer. Perspektivisch soll die Technik auch körperlich belastende Arbeiten im Tagungsbereich übernehmen.
Billie stammt von Bellboy Robotics und ist nach Angaben von Seminaris seit 2026 Teil des Pilotprojekts. Die Hotelgruppe erprobe damit, wie künstliche Intelligenz und Robotik Mitarbeiter im Hotelalltag entlasten könnten. Erster Einsatzbereich sei die Qualitätskontrolle frisch gereinigter Hotelzimmer.
„Wir wollen Technologie dort einsetzen, wo sie unseren Mitarbeitenden konkret den Rücken freihält. Wenn Billie beispielsweise der Hausdame einen Teil der Zimmerkontrollen abnimmt, entsteht Zeit für die Aufgaben, die Erfahrung, Kommunikation und Fingerspitzengefühl erfordern“, sagt Niels Fentsch, General Manager des Seminaris SeeHotel Potsdam.
Seminaris bindet Housekeeping-Team früh in Einführung des Roboters ein
Nach Darstellung des Unternehmens wurde das Housekeeping-Team von Beginn an in die Einführung der Technik einbezogen. Zena Bergmann, leitende Hausdame des Hotels, habe ihrem Team vermittelt, dass Billie Unterstützung und keine Konkurrenz sei. Der Roboter solle Arbeit abnehmen und nicht die Arbeit der Mitarbeiter wegnehmen.
Bellboy Robotics sieht den Einsatz seiner Roboter bei sich wiederholenden und körperlich schweren Arbeiten. Sandy Hefftz, Chief Executive Officer von Bellboy Robotics, erklärt, die Roboter sollten solche Arbeiten hinter den Kulissen übernehmen und Mitarbeitern dadurch mehr Zeit für den Kontakt mit Gästen verschaffen.
Seminaris gibt Billie bei Zimmerkontrollen keine personenbezogenen Daten
Nach Angaben von Seminaris erhält Billie keine personenbezogenen Daten. Das Housekeeping reinige ein Zimmer nach der Abreise eines Gastes und gebe es erst anschließend für die Kontrolle durch den Roboter frei. Billie wisse damit lediglich, dass ein bestimmtes Zimmer frei und zu kontrollieren sei.
Auch auf den Fluren würden nach Angaben des Unternehmens keine Gesichter gefilmt oder fotografiert. Sensoren sorgten dafür, dass Billie Zusammenstöße mit Gästen oder Mitarbeitern verhindere.















