Studie: Schweizer und Deutsche verbringen die meiste Zeit im Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Gäste in der Schweiz verbringen durchschnittlich die Hälfte ihrer Zeit im Hotel, wie eine neue Studie von Schweiz Tourismus und HotellerieSuisse zeigt. Schweizer und deutsche Hotelgäste in der Schweiz sind demnach besondere Hotelfans: sie verbringen mehr Zeit im Hotel als französische und britische Touristen. Diese und weitere Studienergebnisse sind Basis für die neue ST-Hotelkampagne «Hotels and Lodgings recommended by Switzerland». 

Um zu wissen, wieviel Zeit Reisende in ihren Hotels verbringen, beauftragten ST und HotellerieSuisse das Genfer Forschungsunternehmen Ipsos Switzerland vergangenen September, Personen zu befragen, die in den letzten zwei Jahren zu Freizeitzwecken in einem Schweizer Hotel übernachtet hatten. Die Umfrage wurde in der Schweiz, in Deutschland, in Großbritannien sowie Frankreich durchgeführt. Ganze 62 % der Befragten geben dabei an, mehr als die zwölf Stunden pro Tag im Hotel verbracht zu haben. 

Einheimische und Deutsche: am längsten im Hotel 

Schweizer Touristinnen und Touristen gehen im Durchschnitt am frühsten ins Bett und schlafen am längsten, wenn sie in einem Schweizer Hotel übernachten. Sie halten sich auch deswegen durchschnittlich von allen untersuchten Herkunftsmärkten am längsten im Hotel auf (im Durchschnitt 12 Stunden 50 Minuten). Deutsche weilen nach den Schweizern über den Tag gerechnet fast gleich lange im Hotel (12 Stunden 30 Minuten). Hotelgäste aus Frankreich und Großbritannien hingegen sind wahre Nachteulen, sie sind abends am meisten außerhalb ihres Hotels unterwegs, schlafen weniger und kommen so auf weniger als zwölf Stunden im Hotel pro 24 Stunden. 

Gäste aus Großbritannien lieben Hotel-Tagesprogramme

Als eigentliche Überraschung zeigt die Studie, dass britische Hotelgäste tagsüber auffällig viel Zeit im Hotel verbringen. Während Schweizer Gäste, Deutsche und Franzosen während des Tages das Schweizer Tourismusangebot außerhalb des Hotels genießen, bleiben Briten und Britinnen generell auch über den Tag oft im Hotel. Sie legen besonders viel Wert auf Hotelaktivitäten wie Kulinarik, Wellness, Entspannung, Sport. Solche Aktivitäten finden sich vor allem in Betrieben des oberen Segments in großer Zahl und Vielfalt. Und genau solche Luxushotels mögen britische Reisende gemäß Studie überdurchschnittlich gerne. 

Deutsche legen am meisten Wert auf die Unterkunft

Was für andere Reisende Destinationen und Sehenswürdigkeiten sind, sind für deutsche Urlauberinnen und Urlauber die Schweizer Hotels. Sie geben an, ein Hotel habe für sie bei der Planung ihrer Ferien die gleiche Bedeutung wie die Destination. Auch bezüglich Tourismusattraktionen punkten die Hotels bei den deutschen Gästen: sie finden die Hotels bei der Ferienplanung ähnlich wichtig wie die Sehenswürdigkeiten. Gäste aus Deutschland legen somit mehr Wert auf die Wahl ihrer Unterkunft als Touristen aus den anderen untersuchten Ländern.

Unterkunft gut, alles gut

Eine große Mehrheit aller befragten Hotelgäste in der Schweiz (73 %), unabhängig ihrer Herkunft, stimmen folgender Aussage zu: «ist die Unterkunft gut, ist auch die Reise gut». Statt bei der Ferienplanung primär auf die Destination zu achten, lohnt es sich gemäß den Studienresultaten, genug Zeit in die Suche nach dem richtigen Hotel mit dem geeigneten Angebot im Haus und dem passenden Bett zu investieren. ST bietet mit der neuen Hotelkampagne «Hotels and Lodgings recommended by Switzerland» hier die notwendige Unterstützung.

Handverlesene Unterkünfte für perfekte Ferien

ST empfiehlt in der aktuellen Kampagne eine handverlesene Auswahl an Unterkünften für jedes Bedürfnis. Die dafür neu gestaltete Website www.switzerland.com/hotelsandlodgings vereinfacht nicht nur die Suche nach der passenden Unterkunft, sie gibt dank der unabhängigen Überprüfung der gelisteten Hotels auch die Sicherheit, an der Feriendestination wirklich das Hotel anzutreffen, das genau den individuellen Bedürfnissen entspricht.  Die Kampagne basiert neben der neuen Website auch auf zwei originellen Kurzvideos über Hotelaufenthalte und präsentiert den überraschendsten Erkenntnissen aus der Studie – ganz gemäß dem Slogan «Du verbringst mehr Zeit im Hotel, als du denkst».

Die Kampagne wird vom 22. Oktober 2024 bis zum 19. November 2024 in der Schweiz, in Deutschland sowie in Großbritannien primär auf Social-Media ausgespielt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.