Tin Inn eröffnet Modulhotel in Nettetal-Kaldenkirchen

| Hotellerie Hotellerie

Tin Inn, das auf ein nachhaltiges Übernachtungskonzept auf Basis seriell gefertigter Container setzt, hat einen neuen Standort in Nettetal-Kaldenkirchen eröffnet. Die Eröffnung folgt kurz nach der Inbetriebnahme des Standorts in Meckenheim (Tageskarte berichtete).

20 Zimmer in Grenznähe

Das Haus in Kaldenkirchen, gelegen an der Poststraße, verfügt über 20 modern ausgestattete Zimmer und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze bei Venlo. Diese strategische Lage soll das neue Hotelkonzept bereichern. Mit der Eröffnung sind nun insgesamt 140 Tin Inn Zimmer deutschlandweit buchbar.

Tin Inn CEO Nico Sauerland erklärt zur Eröffnung: „Mit unsrem innovativen Konzept, ist es uns möglich hier in Nettetal-Kaldenkirchen erfolgreich ein Hotel zu betreiben. Wir haben schon vorab Anfragen erhalten und freuen uns auf zahlreiche Gäste hier am Niederrhein.“

Das Übernachtungsangebot zielt primär auf Geschäftsreisende ab, darunter Vertriebler und Außendienstmitarbeiter, die ein unkompliziertes Übernachtungserlebnis suchen. Die Komfort-Zimmer sind unter anderem mit 2,10 x 2,10 Meter großen Boxspringbetten und einem Bad mit Fußbodenheizung ausgestattet. Das Konzept wird jedoch auch bei Festen, Vereinstreffen, für Kurzurlaube oder Familienbesuche angenommen. Die bisherigen Standorte verzeichnen Durchschnittsauslastungen von über 70 Prozent.
 

Digitaler Betrieb und Containerbauweise

Ein Kernmerkmal des Tin Inn Konzepts ist der vollständig digitale Betrieb und die konsequente Nachhaltigkeit. Gäste erhalten ihren Zugangscode am Anreisetag per E-Mail und checken kontaktlos ohne Rezeption ein. Das Unternehmen verzichtet bewusst auf ein eigenes Frühstücksangebot, um die lokale Gastronomie zu stärken. Kaffeemaschinen, Teemaschinen, Mikrowellen und Minibars sind in den Zimmern vorhanden.

Die Hotels basieren auf einem seriellen Bauprinzip, bei dem recycelte Überseecontainer in der eigenen Produktionsstätte in Wassenberg (Kreis Heinsberg) mit modernster Robotik gefertigt werden. Tin Inn wurde im Jahr 2020 gegründet und setzt als einziger Anbieter im deutschsprachigen Raum auf eine patentierte Hotelfertigung in Containerbauweise. Die Vorteile dieser Methode liegen in einer kurzen Bauzeit von vier Monaten, einer hohen Skalierbarkeit sowie der Nachhaltigkeit durch die Nutzung gebrauchter Container. Durch die Fokussierung auf die serielle Bauweise, digitale Prozesse und geringe Kosten sind die Hotels laut Unternehmensangaben von Anfang an profitabel.

Das Hotel in Kaldenkirchen wird von einem eigenen Housekeeping-Team sowie dem Tin Inn Clustermanager betreut, der auch für die Standorte in Erkelenz, Heinsberg und Hückelhoven zuständig ist.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Achat Hotels heißen 39 neue Auszubildende in den Berufen Hotelfach, Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie sowie Küche willkommen. Durch den aktuellen Zuwachs beschäftigt das Unternehmen deutschlandweit nun mehr als 100 Auszubildende und dual Studierende.

Der britische Hotelbetreiber Whitbread plant eine massive Ausweitung seiner Marke Premier Inn auf dem deutschen Markt. Ziel des Unternehmens ist es, langfristig eine ähnlich dominante Marktstellung wie in Großbritannien zu erreichen.

Neue Impulse für das Team: Das Hotel Jordan’s Untermühle setzt mit einem Wohlfühl-Coach und einer speziellen HR-Leitung auf eine intensive Mitarbeiterbetreuung, um die Fluktuation zu senken und die Servicequalität im Familienbetrieb zu sichern.

Das Sonnenalp Resort in Ofterschwang hat sein Angebot um das „Hofgut“ erweitert. Der Neubau umfasst eine Reithalle, Gastronomie und Appartements. Damit knüpft die Inhaberfamilie Fäßler an die Geschichte des Standorts an, der 1919 als Bauernhof seinen Ursprung nahm. (Mit großer Bildergalerrie)

Der Hotelimmobilienmarkt 2026 verabschiedet sich von Einheitslösungen. Da pauschale Marktstrategien an Relevanz verlieren, entscheiden nun Betreiberqualität und operative Effizienz über den Investitionserfolg. Experten analysieren die neue Selektivität am Markt.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten hat das Grand Hotel in der mittelenglischen Stadt Leicester wiedereröffnet. Der ikonische Art-déco-Bau aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts erstrahlt jetzt als Grand Hotel Leicester by The Unlimited Collection.

HG Hotels & Resorts erweitert das britische Portfolio um vier neue Standorte. Während die Marke voco ein geschichtsträchtiges Haus in London bezieht, wächst Garner durch drei neue Projekte in Kooperation mit Fairview Hotels.

Die Althoff Hotels weiten ihr Bildungsangebot massiv aus. Durch eine neue Kooperation mit der Deutschen Hotelakademie (DHA) setzt die Kölner Hotelgruppe auf staatlich anerkannte Abschlüsse und individuelle Förderprogramme, um die Mitarbeiterentwicklung im Zuge der digitalen Transformation neu auszurichten.

Das Hotel Annaberg in Bad Dürkheim beendet zum 28. Februar 2026 seinen Geschäftsbetrieb. Wie das Unternehmen mitteilt, sind neue Buchungen für das Haus ab sofort nicht mehr möglich. Ursache für das Ende der Bewirtschaftung unter dem jetzigen Betreiber ist das Auslaufen des Pachtvertrages der Halbersbacher Hospitality Group.

Die Nachfrage nach Hotelzimmern in Deutschland bleibt 2025 robust, doch die Erlöse stagnieren. Laut der aktuellen Analyse von Christie & Co geraten vor allem die Zimmerpreise unter Druck, was trotz steigender Auslastung zu einem leichten Rückgang beim RevPAR führt.