Traditionshotel Adelshof in Schwäbisch Hall insolvent

| Hotellerie Hotellerie

Für das bekannte Hotel Adelshof in Schwäbisch Hall wurde jetzt ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der Unternehmer Holger Hutmacher hatte das Haus 2018 übernommen. Hutmacher wollte unter dem Namen Moon New Era-Hotels gleich mehreren Traditionshotels eine neue Zukunft geben. Jetzt ist mit dem Adelshof das letzte Haus der Moon-Gruppe in finanzielle Schieflage geraten. Ungefähr zeitgleich war bereits Hutmachers veganes Burger-Konzept Nic, mit Standorten in Stuttgart und Karlsruhe, in die Insolvenz gerutscht. (Tageskarte berichtete). Der Betrieb im Adelshof geht vorerst normal weiter.

Hutmacher war 2018 angetreten, vormals privat geführte Häuser, deren Eigentümer in den Ruhestand gehen wollten, zu übernehmen. Sein Ziel damals: Zehn Hotels in fünf Jahren. Jetzt, fünf Jahre später, ist die Zukunft des Adelshofs am Haller Marktplatz unsicher geworden. Die beiden anderen von Hutmacher übernommenen Hotels – das  Parkhotel Wehrle in Triberg sowie das Central in Bad Mergentheim – hatte der Unternehmer bereits wieder abgegeben.

Als Gründe für das Insolvenzverfahren wurden, laut Südwest Presse, neben der Corona-Krise mit Lockdowns auch Preissteigerungen und Energiekrise genannt. Als Insolvenzverwalter wurde Holger Blümle von der Kanzlei Schultze & Braun bestimmt.

Blümles Sprecher Ingo Schorlemmer teilte der Zeitung mit, dass der Betrieb des Hotels und des Restaurants in Hall zunächst fortgeführt werden soll. Die Buchungszahlen seien sehr erfreulich, und durch das eröffnete Insolvenzverfahren könnten Gespräche mit möglichen Investoren abgeschlossen werden. „Das Interesse an einer Übernahme des Hotels und des Restaurants ist sehr hoch.“ Laut Bericht liegen dem Insolvenzverwalter bereits mehrere konkrete Angebote vor, die mit der Stadt Schwäbisch Hall – als Eigentümerin des Grundstücks – abgestimmt werden müssten. Diese hatte Hutmacher das Grundstück im Erbbaurecht zur Nutzung überlassen.

Über die Interessenten sind beziehungsweise die Angebote ist bislang noch nichts bekannt. Schorlemmer ist allerdings zuversichtlich, dass es „zeitnahe eine gute Lösung für den Adelshof geben kann“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

LaPosch – Living Lands hat in Biberwier in Tirol eine umfangreiche Erweiterung eröffnet. Zehn neue Unterkünfte, ein neues Torhaus mit Gastronomie und ein Gartenbad ergänzen das bestehende Chalet-Dorf.

Wyndham Hotels & Resorts hat das Vienna House by Wyndham Frankfurt South eröffnet. Das Hotel in Sachsenhausen startet mit 104 Zimmern und soll bis Ende 2027 auf 139 Zimmer und Suiten erweitert werden.

B&B Hotels hat erste Häuser der Revo Hospitality Group übernommen und betreibt damit erstmals mehr als 250 Hotels in Deutschland. Weitere Standorte sind bereits vertraglich gesichert und befinden sich in der Vorbereitung.

Das Mercure Bonn City Center hat Anfang Oktober 2026 direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Das von DQuadrat Living betriebene Haus wird nun bis zum ersten Quartal 2027 bei laufendem Betrieb renoviert.

he Living Circle führt die Bergwelt Grindelwald seit dem 1. Oktober 2026 operativ. Das Hotel und die Betriebsgesellschaft hatte die Gruppe bereits Ende November 2025 übernommen; bis zur Übergabe blieb Swiss Design Collection Betreiberin.

Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober 2026 drei ehemalige Revo-Hotels mit insgesamt 735 Zimmern als Betreiber übernommen. Die Häuser liegen in München, Hannover und Braunschweig.

Ex-prizeotel-Chef Connor Ryterski startet mit einem Hamburger Family Office die Hotelmarke Kumo. Zwei Neubauten in Hamburg und Köln sollen ab 2029 eröffnen.

Das Waldorf Astoria Rabat Salé hat das Restaurant Aldabaran im 33. Stock des Mohammed VI Tower eröffnet. Alain Ducasse verantwortet damit sein erstes Restaurant in Marokko.

Nach bundesweiten Durchsuchungen in Hotels und Reinigungsfirmen sitzen zehn Beschuldigte in Untersuchungshaft. Oberstaatsanwältin Christine Höfele zufolge sollen Beschäftigte wie einst Sklaven für den Profit der mutmaßlichen Täter in Abhängigkeit gehalten worden sein.

Jochen Swoboda, CEO der Gesellschaft, erklärt, Seminaris werde in seiner bisherigen Form nicht weiterbestehen, und weist eine wirtschaftliche Schieflage als Grund für den Betreiberwechsel zurück. Aroundtown hatte die Fortführung der acht Hotels unter der Marke Seminaris angekündigt; vier Häuser wurden am 1. Oktober bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten.