Virtueller Kongress von Relais & Châteaux

| Hotellerie Hotellerie

Diese Woche versammelten sich die weltweit 580 Mitglieder der Hotel- und Restaurantvereinigung Relais & Châteaux erstmals virtuell, um ihren internationalen Jahreskongress abzuhalten. Unter dem Motto „The Time Is Now!“ würdigten die Mitglieder aus 66 Ländern die gemeinsamen Werte und Philosophie der Vereinigung. Die Mitglieder der Vereinigung wollten damit ein strategisches Zeichen für die Zukunft der Hospitality-Branche setzen.

Der Jahreskongress ist seit den Anfängen Anlass dafür, Erfahrungen und neue Ideen auszutauschen, neue und alte Kollegen wiederzutreffen und einen konstruktiven Dialog in der Gemeinschaft zu
pflegen. Gleichzeitig bietet er eingeladenen Gastrednern aus dem Hotel-, Gastronomie- und Tourismussektor eine Plattform, um die Stärken der Vereinigung und ihre Strategien zu den aktuellen Entwicklungen und Innovationen in Relation zu setzen. Hierbei werden etwa neue Trends, veränderte Gästeerwartungen oder neue Herausforderungen wie etwa in Zusammenhang mit der
weltweiten COVID-19-Pandemie beleuchtet.

In diesen außergewöhnlichen Zeiten fand der Jahreskongress virtuell statt. Experten der Branche sowie Mitglieder aus der Vereinigung ergriffen das Wort:

  • Gloria Guevara, Präsidentin und CEO des World Travel and Tourism Council (WTTC)
  • Matthew Upchurch, CEO von Virtuoso Travel
  • Jean-Louis Bottigliero, Maître de Maison der Hostellerie de Levernois in Frankreich, seit 1991 Mitglied
  • Michael Caines, Chefkoch im Lympstone Manor Restaurant in Großbritannien, seit 2017 Mitglied
  • Malik J. Fernando, Inhaber der Wild Coast Tented Lodge, Cape Weligama und Ceylon Tea Trails in Sri Lanka, seit 2017 Mitglied
  • Dereck Joubert, Inhaber des Zarafa Camps in Botswana, seit 2013 Mitglied
  • Jan Niedrau, Maître de Maison des Zazu Restaurants in Ecuador, seit 2014 Mitglied
  • Cédric Béchade, Maître de Maison und Chefkoch der L’Auberge Basque in Frankreich, seit 2017 Mitglied
  • Boyd Varty, Inhaber der Londolozi Game Reserve in Südafrika, seit 1993 Mitglied
  • Mark Canlis, Inahber des Canlis Restaurants in den U.S.A., seit 2013 Mitglied

Besonderer Ehrengast war der französische Spitzensportler Philippe Croizon, der mit seinem „Spirit of Steel“ allen Handicaps trotzt und alle Teilnehmer mit seiner Erfahrung, seinem Durchhaltevermögen und seiner Lebensgeschichte inspirierte. Er richtete die Abschlussworte an die Teilnehmer des Relais & Châteaux Jahreskongresses.

Kollektiv die Krise bewältigen

Die gesamte Tourismusbranche befindet sich mitten in einer der turbulentesten Zeiten des Jahrhunderts. Die Relais & Châteaux hat durch die COVID-19-Pandemie vieles dazugelernt, vor allem, dass in der Gemeinschaft die kollektive Kraft mehr bewirken kann als jeder Einzelne für sich. Dieser Grundgedanke sei in der DNA und Geschichte von Relais & Châteaux stets präsent gewesen,
seitdem sich 1954 insgesamt acht Mitglieder zusammengeschlossen haben und die erste Route du Bonheur in Frankreich - die Reisestrecke zwischen Paris und Nizza - begründet hatten.

„Unsere Vereinigung schöpft seine Stärke aus unserer langen Geschichte und den in jedem unserer Häuser umgesetzten Werten. Wir haben es geschafft, auf dem Höhepunkt der Krise so nahe beieinander zu stehen wie nie zuvor. Es ist an der Zeit, unsere Exklusivität zu bekräftigen und die große Relais & Châteaux-Familie im Geiste des Zusammenhalts und mit Stolz zu einer einzigartigen Gemeinschaft zusammenzuführen. Es ist an der Zeit, unsere Verantwortung für den Schutz der Natur, die uns ernährt, nachdrücklich zu bekräftigen und erneut in unsere gemeinsame Zukunft zu investieren,“ kommentiert Philippe Gombert, Internationaler Präsident von Relais & Châteaux.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.