Wegen Corona: Haakon Herbst macht Hotel „Friends“ Mittelrhein dicht

| Hotellerie Hotellerie

Der Hotelier Haakon Herbst hat die Schließung seines Hotels „Friends“ in Bendorf nahe Koblenz verkündet. Ein Hotel, das zu 80 Prozent von Tagungen, Incentives und Meetings lebe, sei auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich zu führen. Der ehemalige HSMA-Präsident betreibt noch Hotels in Essen, Düsseldorf, Hückelhoven, Köln.

Auf der Facebook-Seite sagen die Betreiber, dass, neben den Auswirkungen der Pandemie, noch die Tatsache gekommen sei, dass die Auflagen für Fördergelder in Rheinland-Pfalz nicht darstellbar gewesen seien. 
Familie Herbst weiter: „Wir bedauern den Schritt sehr, denn das Wenigerbachtal war über mehr als ein Jahrzehnt unser Zuhause. Hier befand sich das Head-Office unserer kleinen Unternehmensgruppe und hier beschäftigten wir in Spitzenzeiten über 60 Mitarbeiter. 

Jetzt beginne die Phase des Räumens. Zwölf Gebäude seine bereits fast komplett leer und übergeben. Tausende von Einbauten, Möbelstücken und Dekorationen seien in andere Betriebe und Lager gefahren worden. Der Rest soll nun bis Weihnachten verkauft oder anderweitig eingesetzt werden. So findet sich die camp Lounge - noch vor drei Jahren als zweit-coolster Tagungsraum Deutschlands gekürt - in großen Teilen demnächst im Hotel Friends in Düsseldorf wieder. Wie es in Bendorf weitergehe, sei noch nicht sicher. Der neue Eigentümer suche wohl noch nach einem Betreiber, der dann mit neuem Namen, neuer Mannschaft und neuem Design irgendwann ganz neu starten werde. 

Allen Mitarbeitern hat Haakon Herbst einen Job in einem der anderen Hotels angeboten.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Insel Mainau im Bodensee öffnet sich für Übernachtungsgäste. Der neue Bebauungsplan sieht Hoteloptionen am Schwedenhof und im Hafenbereich vor, schließt jedoch eine komplette Umwandlung des Schlosses aus.

Im Kartellverfahren deutscher Hotels gegen Booking.com verlangt das Bezirksgericht Amsterdam zunächst einen konkreten Schadensnachweis der Kläger. Während Booking.com das Urteil als Bestätigung seiner Argumentation bewertet, sieht der Hotelverband Deutschland wichtige Weichen zugunsten der Hotels gestellt.

Die Tui Group erweitert ihr internationales Hotelnetzwerk. Mit über 70 geplanten Projekten, neuen Standorten in Shanghai und Japan sowie dem Buchungsstart für eine neue Robinson-Anlage auf den Kapverden setzt der Konzern verstärkt auf Ganzjahresdestinationen in Asien und Afrika.

BWH Hotels Central Europe blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück: Mit einem Gesamtumsatz von über 921 Millionen Euro und einer wachsenden Hotelanzahl festigt die Gruppe ihre Marktposition trotz volatiler Rahmenbedingungen.

1912 Hotels übernimmt zum 1. März 2026 den Betrieb des Hotel Millennium Park in Lustenau. Neben einer neuen Markenstrategie steht die Stärkung des Geschäftsreise- und Tagungssegments in der Vier-Länder-Region im Fokus der Neuausrichtung.

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.