Zukunft des Schlosshotel Bühlerhöhe ungewiss

| Hotellerie Hotellerie

Das Schlosshotel Bühlerhöhe in der Nähe von Baden-Baden steht seit über 12 Jahren leer (Tageskarte berichtete). Um denkmalgeschützte Immobilien zu retten, sind Enteignungen möglich. Doch für das Neue Schloss Baden-Baden und das Schlosshotel ist das bis jetzt keine Option.

Enteignung sei als «Ultima Ratio» eine Möglichkeit, heißt es aus dem Stuttgarter Ministerium für Landesentwicklung. Aus Denkmalschutzgründen sei aber derzeit nichts zu machen.

Die legendären Immobilien fristen seit langem ein trauriges Dasein. Ausländische Investoren haben sie vor Jahren gekauft, um sie zu Luxusresorts der Extraklasse aufzumöbeln. Aus den Plänen ist bislang nichts geworden. In der Region wachsen die Zweifel an der Realisierung.

«Es ist ein Drama», sagt Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr (parteilos), auf dessen Gemarkung die Bühlerhöhe liegt. Die Kommune kann die Immobilie bau- und denkmalrechtlich überprüfen. Solange das Gebäude beheizt und unterhalten werde, sei nichts zu machen.

Einen bundesweiten Präzedenzfall im Denkmalschutz gibt es in Thüringen: Schloss Reinhardsbrunn war im Juli 2018 mit Beschluss des Landesverwaltungsamtes enteignet worden, um es vor dem Verfall zu retten. Eine Consulting-Firma, die das Anwesen besaß, hatte jahrelang nichts an dem Ensemble gemacht. Nach einem zähen Rechtsstreit ebnete schließlich ein Gericht vor gut einem Jahr den Weg zur Enteignung des historischen Gebäudes. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.