Berentzen spricht über Kauf durch US-Konzern

| Industrie Industrie

Der Schnaps- und Getränkehersteller Berentzen ist in Gesprächen zu einer Übernahme durch einen Branchenriesen aus den USA. Mit dem auf Whiskey spezialisierten Konkurrenten Sazerac wird über ein öffentliches Übernahmeangebot verhandelt, wie die Firma aus dem niedersächsischen Haselünne nach einem entsprechenden Bericht des Finanzdienstes Bloomberg bestätigte.

Der unter anderem für Berentzen Apfelkorn und Puschkin Vodka bekannte deutsche Anbieter war zuletzt an der Börse rund 35 Millionen Euro wert. Für Sazerac mit Marken wie Southern Comfort und Buffalo Trace wäre eine solche Übernahme leicht zu stemmen:

 

Dem «Wall Street Journal» zufolge bot Sazerac in diesem Jahr dem Jack-Daniel's-Hersteller Brown-Forman eine rund 15 Milliarden Dollar schweren Übernahmedeal an, bekam aber im ersten Anlauf einen Korb. Stattdessen kaufte Sazerac jüngst den britischen Spirituosen-Hersteller Au Vodka. Der Deal war nach Bloomberg-Informationen rund 300 Millionen Pfund (350 Millionen Euro) schwer.

Berentzen hatte zuletzt mit einer schleppenden Alkohol-Nachfrage zu kämpfen. Nach dem ersten Halbjahr wurden die Jahresziele nach unten geschraubt. Der Halbjahresumsatz schrumpfte um gut elf Prozent auf 71 Millionen Euro, der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern sackte um mehr als 80 Prozent auf rund 600.000 Euro ab. Von Berentzen kommen auch Spirituosen wie Doornkaat und Bommerlunder. Daneben werden alkoholfreie Getränke hergestellt, darunter Mio Mio und in Lizenz Sinalco.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Reet Systems hat die Entwicklung seiner automatisierten Burger-Produktionsanlage abgeschlossen und präsentiert die Technologie in einem neuen Demo-Center in Wien Neudorf. Das Unternehmen richtet den Fokus nun auf die Vermarktung des Systems.

Kostendruck, Stellenabbau, veränderte Märkte - es sind fordernde Zeiten für BASF. Da kommt ein Jubiläum wohl gerade recht: Das riesige Rebensaftarsenal des Unternehmens wird 125 Jahre alt. Ein Besuch.

Klarerer Kopf, weniger Kalorien: Der Trend zum alkoholfreien Bier wird in Deutschland größer und größer. Mittlerweile ist jeder neunte Liter Bier, der in Deutschland getrunken wird, alkoholfrei.

Die Schörghuber Gruppe hat ihren Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben auf 1,79 Milliarden Euro gesteigert. Als größten Wachstumstreiber nennt das Münchner Familienunternehmen die Paulaner Brauerei Gruppe. Gleichzeitig setzt die Hotelsparte Arabella Hospitality nach umfangreichen Investitionen wieder auf Expansion.

Nach dem starken Preisanstieg in den vergangenen Jahren wird Kaffee nun wieder günstiger. Die Handelsketten senken die Preise ihrer Eigenmarkenprodukte um bis zu 50 Cent pro Packung.

Pilzkrankheiten und Touristenschwund oder Blühwiesen und Lavendelanbau? Welche Risiken und Chancen Brachen in Weinbergen haben. Schrumpfen die Rebflächen in der Weinbaukrise?

Der Trend geht weiterhin zum Weißwein. «Wir haben weltweit einen Rückgang von Rotweinen», so der Sprecher des Deutschen Weininstituts. Bundesweit machen Weißweine bereits 70 Prozent des Weinbaus aus.

Es wird immer weniger Bier getrunken. Der Braukonzern um Warsteiner zieht seine NRW-Bierproduktion am Stammsitz zusammen. Zwei Brauereien sind betroffen. Die Gewerkschaft NGG wirft Wortbruch vor.

Die METRO AG hat im ersten Halbjahr 2025/26 Umsatz und bereinigtes EBITDA gesteigert. Wachstumstreiber blieb nach Unternehmensangaben vor allem das Belieferungsgeschäft, während die Transformation in Deutschland das Ergebnis belastete.

Das Auswärtige Amt und das Deutsche Weininstitut haben 25 Weine und Sekte ausgewählt, die 2026 in den deutschen Auslandsvertretungen weltweit ausgeschenkt werden. Die Auswahl basiert auf einer Blindverkostung von knapp 500 eingereichten Proben.