„Black Bitch“: Gastro-Kritiker verliert Rechtsstreit gegen Brauhof

| Industrie Industrie

Das Landgericht Saarbrücken hat ein Urteil im Rechtsstreit um den Biernamen „Black Bitch“ gefällt und für den Brauhof Saar entschieden. Der Gastro-Kritiker Rolf Klöckner hatte das Bier zuvor auf Facebook als „dreckige Naziplörre“ bezeichnet. Außerdem nannte er die Brauerei „Braunhof“. Das muss er nun unterlassen.

Das Gericht erkannte in den Äußerungen des Kritikers eine sogenannte „Schmähkritik“, die durch die Namensgebung des Bieres nicht gerechtfertigt sei. Damit bestätigte das Gericht eine einstweilige Verfügung des Brauhofs. Verstößt Klöckner erneut gegen die Auflage, droht ihm ein Bußgeld von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten. Klöckners Anwalt beharrte bis zuletzt darauf, dass der Facebook-Beitrag eine „spontane Meinungsäußerung“ gewesen sei, berichtete die Bild-Zeitung

Ob der Gastro-Kritiker das Urteil akzeptieren wird, ist unklar. Laut SR wolle Klöckner mit seinem Anwalt prüfen, ob er in die nächste Instanz gehe.

Für Ralph Walter vom Brauhaus Saar ist das Urteil aber erst der Anfang. Wie die Bild-Zeitung schreibt, fordere der Bierbrauer Schadensersatz. Rolf Klöckner habe ihm Schaden zugefügt. „Die einstweilige Verfügung war nur der erste Schritt.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.

Pressemitteilung

Die Fachmesse für Wein am 28. Februar und 1. März 2027 in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Interessierte haben noch bis 31. Juli 2026 die Gelegenheit, bei ihrer Anmeldung als Ausstellende von Frühbucher-Konditionen zu profitieren. Zudem sind ab sofort die EUROVINO Classrooms als neues Programmformat der EUROVINO 2027 buchbar genauso wie das EUROVINO Discover Programm. 

Der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss hat seine Jahrespublikation veröffentlicht. Der Dachverband der deutschen Messewirtschaft bilanziert darin, welche Entwicklungen die Branche aktuell prägen und welche Herausforderungen und Chancen die Zukunft bestimmen.

Der ehemalige BrewDog-Mitgründer James Watt strebt einen Rückkauf des Unternehmens von Tilray Brands an, stößt jedoch auf deutliche Ablehnung beim aktuellen Eigentümer.

Wie jeden Sommer steht der Italo-Drink mit seinem leuchtenden Orange wieder überall auf den Tischen. Allerdings ist in den Gläsern nicht immer das Original. Jetzt geht der Mutterkonzern dagegen vor.

Handarbeit statt Maschinen: Für Frankens Steillagen-Winzer gibt’s bald mehr Geld. Doch reicht das, wenn immer mehr Betriebe aufgeben und der Markt schrumpft?

Nach der gescheiterten Rettung will die insolvente Brauerei Eichbaum die noch vorhandenen Aufträge bis Ende September abwickeln. Der Betrieb solle mit einem kleinen Abwicklungsteam geordnet auslaufen, heißt es in einer Mitteilung des Mannheimer Unternehmens. 

Das Deutsche Weininstitut registriert einen anhaltenden Trend zu trockenen Weinen. Gleichzeitig nimmt der Anteil von Rotweinen weiter ab, während die Menge der qualitätsgeprüften Weine im Jahr 2025 zurückging.

Die Brauwirtschaft gerät tiefer in die Krise: Der Bierkonsum in Deutschland geht 2026 weiter zurück. Das hat Auswirkungen auf das Sortiment im Handel und die Preise. Insolvenzen, Schließungen und Verkäufe von Brauereien werden an immer mehr Standorten ein Thema. 

Anzeige

Steigende Energiepreise, anhaltender Kostendruck und höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit verändern die Rahmenbedingungen für Gastronomie, Hotellerie und Lebensmittelhandel. Gleichzeitig rücken technische Bereiche stärker in den Fokus, die lange Zeit vor allem als notwendige Infrastruktur betrachtet wurden. Dazu gehört die gewerbliche Kühltechnik.