Brunnen bauen: Kleine Münchner Brauerei will auf das Oktoberfest

| Industrie Industrie

Eine kleine Brauerei in München sieht sich einen entscheidenden Schritt weiter, in Zukunft Bier auf dem Oktoberfest ausschenken zu dürfen. Das ist seit Jahrzehnten nur sechs Brauereien aus der Landeshauptstadt vorbehalten, da unter anderem Grundwasser aus München zum Brauen verwendet werden muss. Giesinger Bräu hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag von den Behörden nun die Genehmigung erhalten, einen Tiefbrunnen zur Förderung von Grundwasser zu bohren.

Das Referat für Umwelt und Gesundheit erklärte, wann die Brauerei den Brunnen baut, bleibe ihr überlassen. Genehmigt worden sei eine Fördermenge von 30 Millionen Liter Wasser pro Jahr.
 

Bislang verwendet Giesinger Bräu nach Angaben einer Sprecherin Leitungswasser, das nicht in München, sondern im Voralpenland entnommen wird. Mit Grundwasser aus der Landeshauptstadt als Zutat erfüllt die Brauerei aus dem Stadtteil Giesing eines der Kriterien, um «Münchner Bier» herzustellen.

Seit 1952 schenken nach Angaben des Vereins Münchner Brauereien sechs Bierhersteller auf dem größten Volksfest der Welt aus. Das sind Augustiner, Hacker Pschorr, staatliches Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten, welche die einzigen Mitglieder des Vereins sind. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Außergewöhnlich süß sind die ersten gelesenen Weintrauben in Deutschland im Hitzesommer. Der erste Federweiße kommt bereits Ende der Woche auf den Markt.

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.