Deutsche Weinkultur soll ins Unesco-Erbe - Antrag eingereicht

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Die Initiative für eine Aufnahme der Weinkultur ins Weltkulturerbe der Unesco, hat einen ersten wichtigen Schritt erreicht: Die Deutsche Weinakademie (DWA) in Bodenheim bei Mainz reichte jetzt den Antrag dafür beim zuständigen Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz ein, wie das Weinbauministerium in Mainz mitteilte. Die Deutsche Weinakademie habe den Antrag «stellvertretend für alle Menschen» eingereicht, «die die Weinkultur in Deutschland erhalten und pflegen».

Weinbauminister Volker Wissing (FDP) begrüßte die Initiative, die Weinkultur als immaterielles Kulturerbe schützen zu lassen. Wein sei viel mehr als ein alkoholisches Getränk, sagte Wissing, als er im Januar seinen Vorschlag zur Aufnahme der Weinkultur ins Unesco-Welterbe vorgestellt hatte. Die kulturelle Bedeutung des Weins erstrecke sich von der regionalen Identitätsstiftung über Feste bis zu der vom Weinbau geprägten Architektur.

«Der Antrag unterstreicht, wie wichtig die Weinkultur für unser Land ist», erklärte Wissing am Mittwoch. «Ohne den Wein wäre Rheinland-Pfalz ein anderes Land.» Beim Sekretariat für das Welterbe beim Kulturministerium Rheinland-Pfalz muss nun entschieden werden, ob der Antrag in die Projektliste des Landes aufgenommen wird. Nächster Schritt wäre dann die Übermittlung an die deutsche Unesco-Kommission.

Bereits 2016 wurde die belgische Bierkultur in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Auch die türkische Kaffeekultur ist dabei. Ein Antrag für dieses Verzeichnis muss immer von den Trägern des Kulturguts gestellt werden.


 

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