Eichbaum setzt auf Roland Berger: Investorensuche soll Brauerei retten

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Die in die Insolvenz in Eigenverwaltung geratene Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co. KG in Mannheim hat die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt, einen Investor zu finden. Das Ziel ist es, den Fortbestand der traditionsreichen Brauerei zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Marktansprache durch das M&A-Team von Roland Berger habe bereits begonnen.

Liquiditätsengpass führte in die Eigenverwaltung

Der Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde am 28. Oktober 2025 gestellt. Ausschlaggebend waren Umsatzrückgänge im wichtigen Exportgeschäft sowie eine allgemeine sinkende Nachfrage nach Bier im Inland, die zu einem erheblichen Liquiditätsengpass bei der Brauerei führten.

Der laufende Betrieb mit seinen rund 300 Beschäftigten wird seitdem unter gerichtlicher Aufsicht fortgeführt. Das Management wird dabei vom Sanierungsexperten Christoph Glatt (Schiebe und Collegen) unterstützt. Die Überwachung und die Wahrung der Gläubigerinteressen obliegen dem vorläufigen Sachwalter Thomas Oberle von Schilling, Zutt & Anschütz.

Strategischer Wandel: Vom Brauer zum Getränkehersteller

Geschäftsführer Uwe Aichele und Frank Reifel begründeten die Investorensuche und die Zusammenarbeit mit Roland Berger. „Unser Ziel ist, den Fortbestand unserer traditionsreichen Brauerei in Mannheim zu sichern, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, erklärten sie.

Parallel zur Investorensuche hat Eichbaum ein Restrukturierungsprogramm gestartet. Damit soll das Unternehmen von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Die Strategie sieht vor, den wachsenden Anteil alkoholfreier Produkte zu nutzen und den Betrieb dadurch zu stabilisieren.

Gutachten bescheinigen Übernahmepotenzial

Die Geschäftsführer sehen trotz der schwierigen Lage Potenziale für einen Investor. „Die Potenziale für eine Übernahme sind vorhanden und mögliche Synergien für Investoren sind gegeben“, so Uwe Aichele und Frank Reifel.

Als Argumente für einen Einstieg nennen sie die vorhandene, vertikal integrierte Infrastruktur. Dazu gehören ein hocheffizientes Hochregellager, drei eigene Brunnen auf dem Betriebsgelände sowie moderne Dosen- und Fassbieranlagen. Ebenfalls attraktiv sei der Standort Mannheim mit seiner Anbindung an den Binnenhafen und der Güterbahn. Die Brauerei, die auf eine Geschichte bis 1679 zurückblickt, liefert ihr umfassendes Sortiment weltweit in mehr als 65 Länder.


 

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