Fleisch aus Tierzellen: Leonardo DiCaprio investiert in Mosa Meat und Aleph Farm

| Industrie Industrie

Der Umweltaktivist und Oscarpreisträger Leonardo DiCaprio investiert in Mosa Meat und Aleph Farms. Beide Firmen arbeiten daran, Fleisch direkt aus Tierzellen zu gewinnen. Mosa Meat präsentierte 2013 den ersten zellkultivierten Hamburger und Aleph Farms feierte 2018 und 2021 Erfolge mit zellkultivierten Steaks.

DiCaprio sieht in seinem neuen Projekt die Möglichkeit, sein Engagement für die Umwelt auszuweiten: "Unsere Ernährung zu verändern ist einer der Schlüssel, um die Klimakrise zu bekämpfen. Mit ihren neuen Wegen der Fleischproduktion, eröffnen Mosa Meat und Aleph Farm innovative nachhaltige Wege, um den Wunsch des Konsumenten nach Fleisch zu erfüllen. So lösen beide eines der größten aktuellen Probleme der Fleischindustrie. Darum freue ich mich als Investor und Berater ein Teil dieser zwei Erfolgsgeschichten zu werden, die zellkultiviertes Fleisch für den Endverbraucher zugänglich machen werden."

Die globale Fleischindustrie hat einen enormen negativen Einfluss auf die Umwelt und es wird erwartet, dass der weltweite Fleischkonsum bis 2050 um 40-70 Prozent zunimmt. Durch das Kultivieren von Fleisch kann die Umwelt geschont werden, ohne dass der Konsument auf selbiges verzichten muss. Experten gehen davon aus, dass der Markt für zellkultiiertes Fleisch, bereits 2030 einen Wert von 25 Milliarden US-Dollar einnehmen wird.

Mosa Meats Geschäftsführer, Maarten Bosch, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem neuen prominenten Investor: "Leonardo DiCaprios Bemühungen, die Welt zu verbessern, passen sehr gut zu unserer Mission bei Mosa Meat. Daher freuen wir uns, ihn als Berater und Investor begrüßen zu dürfen. Gemeinsam werden wir die jetzige aber auch zukünftige Generationen mit nachhaltigem Fleisch versorgen."

"Als engagierter Umweltaktivist, wird Leonardo DiCaprio ein Teil unseres Beraterstabs und Teams von Spitzeninvestoren sein. Unser Team arbeitet hart daran, die Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche voranzubringen und wir freuen uns daher sehr mit Leo jemanden an unserer Seite zu haben, der diese Vision teilt", ergänzt Aleph Farms, Geschäftsführer Didier Toubia.

Der positive Einfluss, den zellkultiviertes Fleisch auf die Umwelt hat, ist beachtlich: Laut einer unabhängigen Life Cycle Analysis Studie hat diese Herstellungsweise 92 Prozent weniger Einfluss auf das Klima als die industrielle Fleischproduktion. Auch die Luftverschmutzung geht um 92 Prozent zurück und es wird 95 Prozent weniger Platz und 78 Prozent weniger Wasser verbraucht. Freigewordene Flächen, die nicht mehr für die industrielle Fleischherstellung Verwendung finden, könnten dann zum Beispiel neu begrünt werden. Das wäre sehr förderlich für das Klima. Eine andere Möglichkeit wäre, die freien Flächen zum Anbau von Getreide oder anderen Nahrungsmitteln zu nutzen. Außerdem verringert sich durch die automatisierten und sterilen Prozesse beim Kultivieren von Fleisch das Risiko von Verunreinigungen. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass eine Zufütterung von Antibiotikum, welche heutzutage zum Beispiel durch Massentierhaltung noch ein großes Problem darstellt, nicht mehr nötig ist.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Am 1. und 2. März 2026 steht die dritte Ausgabe der EUROVINO in der Messe Karlsruhe an: Potenzielle Besuchende können sich schon jetzt ihr Ticket für das Messewochenende buchen und vom Frühbucherrabatt bis Ende Dezember profitieren, potenzielle Ausstellende jederzeit ihren Standplatz sichern!

Eine neue Chefin mit internationaler Erfahrung und eine Million Euro vom Bund. Was das Deutsche Weininstitut gegen die Absatzprobleme der Branche unternimmt.

Die Kaffeepreise sind zuletzt stark gestiegen - nun geben sie erstmals nach längerer Zeit leicht nach. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird das beliebte Heißgetränk wieder etwas günstiger.

Vor Jahrzehnten tobte um die Biermarken «Bud» und «Bit» ein Rechtsstreit. Jetzt bringt der weltgrößte Braukonzern AB Inbev unter dem Namen «Anheuser-Busch Bud» sein Lagerbier zurück auf den deutschen Markt. Der Verkaufsstart erfolgt bei einer Supermarktkette.

Die diesjährige bundesweite Weinmosternte wird die kleinste Menge seit dem Jahrgang 2010 erreichen. Dies geht aus den finalen Ernteschätzungen des Deutschen Weininstituts hervor. Das Statistische Bundesamt ging in seiner Schätzung vom 20. September 2025 noch von einer Zunahme der Erntemenge aus.

Die BMC Hotelservice & Dienstleistung GmbH hat beim Amtsgericht Landshut einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Als Ursache für die wirtschaftliche Schieflage nannte das Unternehmen mit Sitz in Freising vor allem stark gestiegene Lohnkosten und eine nur verzögerte Preisweitergabe an die Auftraggeber.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé plant den weltweiten Abbau von 16.000 Stellen innerhalb der nächsten zwei Jahre. Konzernchef Philipp Navratil teilte diese Entscheidung bei der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen mit.

Pressemitteilung

Gelungene Premiere am Viktualienmarkt in München: Am 15. Oktober brachte das 370GRAD Pop-Up in der Kustermann Eventlocation rund 30 Aussteller und zahlreiche Entscheider aus Hotellerie, Gastronomie und Catering zusammen – für einen Tag voller Innovationen, Austausch und neuer Impulse.

Die Internorga 2026 hat die Bewerbungsphase für ihre drei wichtigsten Auszeichnungen eröffnet. Mit dem Internorga Zukunftspreis, dem Next Chef Award und dem Deutschen Gastro-Gründerpreis sollen innovative Lösungen, unternehmerischer Mut und der Branchennachwuchs gewürdigt werden.

Pressemitteilung

Zur EUROVINO 2025 hat die Fachmesse für Wein das eigene Podcast-Format ConVINOsation gelauncht. Als B2B-Angebot liefert der Podcast den Zielgruppen der EUROVINO auf Ausstellenden- und Besuchenden-Seite, wertvolle Insights und Impulse für die tägliche Praxis. Nun folgt die zweite Staffel mit sieben neuen Folgen bis zur EUROVINO 2026.