Frankreich zahlt Bordeaux-Winzern Prämie zum Herausreißen der Reben

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Für viele ist der Bordeaux der Rotwein schlechthin. Nun zahlt Frankreich den Winzern in der Region eine Prämie zum Herausreißen der Reben, da es eine Überproduktion gibt. Bis zu 67 Millionen Euro wollen Staat, Region und der Branchenverband für eine Restrukturierung des Weinanbaus rund um Bordeaux zahlen, kündigte Agrarminister Marc Fesneau am Donnerstag an. Ein Grund für die Absatzprobleme ist der rückläufige Konsum von Rotwein. Aufgegebene Anbauflächen sollen aufgeforstet werden. Der Weinbau im Raum Bordeaux erwirtschaftet einen Jahresumsatz von vier Milliarden Euro und sichert 48 000 Arbeitsplätze.

Der Verband der Bordeaux-Winzer, die mehrfach für Staatshilfe demonstriert hatten, begrüßte die Entscheidung aus Paris. Die Stilllegungsprämien ermöglichten es, auf 9500 Hektar Fläche den Weinanbau zu beenden. Insgesamt gibt es derzeit rund 110 000 Hektar Anbaufläche in der Region in Westfrankreich.

Vor einigen Wochen hatte Frankreich bereits beschlossen, wegen Absatzproblemen 2,5 Millionen Hektoliter vor allem an Rotweinen zu Alkohol zu destillieren. In diesem Jahr sollen dafür 160 Millionen Euro an Zuschüssen vom Staat und der EU bereitgestellt werden. Der bei aus Wein destillierte Alkohol kann zur Herstellung von Desinfektionsmitteln, Parfüm oder Bioethanol verwendet werden. Insbesondere geht es um Bordeaux-Weine. (dpa)


 

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