Hopfenbauern kämpfen mit Preisverfall

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Die deutschen Hopfenbauern erwarten nach einem Sommer mit ausreichend Regen «eine gute Durchschnittsernte» von hoher Qualität. Sie treffe jedoch auf eine deutlich geringere Nachfrage der Händler und Bierbrauer als im Vorjahr, teilte ihr Verband am Mittwoch im oberbayerischen Wolnzach in der Hallertau mit. Die Folge seien sinkende Preise - bei einigen Sorten geradezu ein Preisverfall.

In der Hallertau wird annähernd ein Drittel der weltweiten Hopfenernte eingefahren. Weltweit werden jährlich etwa 118.000 Tonnen Hopfen geerntet, die dem Bier Aroma und Bitterstoffe zu geben. In diesem Jahr erwarten die Hallertauer Hopfenpflanzer eine Ernte von 41.500 Tonnen. Die Ernte beginnt Ende August.

Die Corona-Pandemie belastet aber nicht nur den Hopfenmarkt, sondern auch die Saisonarbeit. Nur mit deutschen Aushilfskräften - vor allem Studenten und Kurzarbeitern - hätten die Frühjahrsarbeiten bewältigt werden können, teilte der Verband mit. Bulgaren und Rumänen hätten auf dem Landweg nicht anreisen können, viele polnische Arbeitskräfte hätten die Reise gescheut.

Es sei aktuell schwierig, die Hygiene- und Meldevorgaben der Behörden und die oft kurzfristigen Änderungen in die Praxis umzusetzen: «Die Landrats- beziehungsweise Gesundheitsämter sind überlastet und Testkapazitäten begrenzt», hieß es von Seiten des Verbandes. (dpa)


 

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