Kind erstickt an Wurst: Herta in Frankreich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

| Industrie Industrie

Weil ein kleiner Junge an einem Würstchen erstickt ist, steht in Frankreich der Wurstwarenhersteller Herta vor Gericht. Der Prozess gegen den Konzern wegen fahrlässiger Tötung begann am Montagnachmittag im südwestfranzösischen Dax, wie die dortige Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte. Für den Konzern sei Freispruch beantragt worden. Am 8. Februar solle ein Urteil verkündet werden.

Der Fall geht Medienberichten zufolge zurück auf den Sommer 2014. Damals war ein zwei Jahre und elf Monate altes Kind auf einem Campingplatz an einem Stück Knacki-Wurst erstickt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP schreibt. Seine Eltern forderten demnach klarere Warnhinweise auf der Verpackung. Sie sollten farbig und in Großbuchstaben sein.

Während es zum Zeitpunkt des tödlichen Vorfalls lediglich einen Hinweis gegeben habe, die Würstchen für die Kleinsten in winzige Teile zu schneiden, heiße es auf der Packung nun, dass die Würste auch der Länge nach zerkleinert werden sollten, schrieb AFP. Demnach hatte der Wursthersteller vor Gericht auf die Weiterentwicklung der Verpackung hingewiesen. In der Verteidigung habe es zudem geheißen, jedes Lebensmittel sei für kleine Kinder potenziell tödlich.

Der Wurstwarenhersteller Herta hat nach eigenen Angaben Standorte im westfälischen Herten sowie in Illkirch und Saint-Pol-sur-Ternoise in Frankreich. Wie Nestlé Frankreich schreibt, war das Unternehmen 1986 der Nestlé-Gruppe beigetreten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Außergewöhnlich süß sind die ersten gelesenen Weintrauben in Deutschland im Hitzesommer. Der erste Federweiße kommt bereits Ende der Woche auf den Markt.

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.