Kloster Eberbach setzt auf Premiumweine gegen rote Zahlen

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Das Kloster Eberbach als eines der bundesweit größten und traditionsreichsten Weingüter ist erneut in die roten Zahlen gerutscht. Nach einem Defizit von nahezu einer Million Euro 2024 rechnet das fast 900-jährige hessische Staatsweingut bei Eltville im Rheingau im Zuge einer Strukturreform auch 2025 mit einem Minus, wie Interimsgeschäftsführer Marc Gorbauch der Deutschen Presse-Agentur sagt. Eine Profilschärfung als Spitzenweingut mit Strahlkraft bis nach China soll zu neuem Aufschwung führen. 

Viele Winzer kämpfen mit Umsatzrückgängen. In der Wirtschaftsflaute sinkt auch der Weinkonsum. Die Gesellschaft altert, die Jüngeren trinken weniger Wein, die Bedeutung alkoholfreier Getränke wächst. 

Das 1136 als Zisterzienserkloster gegründete Kulturdenkmal Kloster Eberbach wird als Touristenmagnet und Veranstaltungsort von einer Stiftung getragen. Diese sowie das Staatsweingut haben früher laut Gorbauch «mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet». Nun gehe es um mehr Kooperation beider Klosterbereiche - mit neuen Strukturen und personellen Verschränkungen. 

Zugleich will Gorbauch die Weinqualität weiter anheben. «Das mittlere Segment gerät am Markt besonders unter Druck», sagt der Weingutschef. Geplant sei, mehr Große Gewächse anzubauen, das Spitzensegment für trockene Weine. Klasse statt Masse: «Wir verkleinern auch unsere Anbaufläche. 170 bis 175 Hektar haben wir noch. Es waren mal rund 235 Hektar.» Teils auch gepachtet.

Entlassungen soll es laut dem Staatsweingut aber nicht geben. Die Exportquote von 17 Prozent soll erhöht werden - etwa in Länder wie China, Polen, Tschechien, Schweden und Norwegen. (dpa)


 

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