Mastercard-Datenleck betraf auch komplette Kartennummern

| Industrie Industrie

Bei dem Datenleck im deutschen Mastercard-Bonusprogramm «Priceless Specials» sind auch Listen mit vollständigen Kartennummern von Zahlungskarten in Umlauf gelangt. Mastercard teilte Kunden am Donnerstag mit, dass «möglicherweise» auch ihre Zahlungskartennummer betroffen sei, mit der sie sich bei dem Programm angemeldet hatten. In ersten bekanntgewordenen Listen waren die Nummern noch bis auf die letzten vier und ersten zwei Ziffern unkenntlich.

Immerhin waren das dazugehörige Ablaufdatum und die Prüfnummer auf der Rückseite der Karte nicht Teil des Datenlecks. Damit können die geleakten Kartennummern nicht direkt für Einkäufe im Internet verwendet werden, weil dabei mindestens auch das Ablaufdatum abgefragt wird. Nach bisherigem Kenntnisstand wurden die beidem Zusatzinformationen nicht bei der Anmeldung zu «Priceless Specials» erhoben und sollten in der Datenbank gar nicht erst enthalten sein.

Mastercard verwies darauf, dass ein Dienstleister, der das Bonusprogramm betrieb, «einen Sicherheitsvorfall erlitten» habe. Es gebe dabei keine Verbindung zum Zahlungsnetzwerk von Mastercard. Die deutsche Plattform des Bonusprogramms war am Montag nach Bekanntwerden des Datenlecks stillgelegt worden.

Es besteht aber weiter die Gefahr, dass Online-Kriminelle mit den in Umlauf gelangten Informationen wie E-Mail, Geburtsdatum, Handy-Nummer oder Anschrift fingierte E-Mails verschicken können, um zum Beispiel an ihre Passwörter zu kommen. Nach Informationen aus Branchenkreisen teilte Mastercard den ausgebenden Banken bereits mit, dass der Konzern die Kosten übernehmen werde, wenn Kunden nach dem Datenleck ihre Karten umtauschen wollen.

Mastercard hatte «Priceless Specials» Anfang vergangenen Jahres in Deutschland an den Start gebracht. Bei dem kostenlosen Programm bekommt man für Transaktionen Bonuspunkte, die gegen Prämien eingetauscht werden können.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.

Die französische Le Duff Group übernimmt die spanische Panamar Bakery Group. Laut Unternehmensangaben ist es die bislang größte Akquisition des Konzerns und Teil einer internationalen Expansionsstrategie. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

Rentokil ist jetzt Premium-Branchenpartner des DEHOGA Bayern. Der Verband holt sich damit einen Spezialisten mit tiefem Verständnis für die hygienischen, rechtlichen und operativen Anforderungen von Gastronomie und Hotellerie an seine Seite. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt und soll Mitgliedsbetrieben zusätzliche Sicherheit und fachliche Unterstützung im Schädlingsmanagement bieten.

Der Spargelanbau in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Erntemenge, Anbaufläche und Zahl der Betriebe sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken, während die Importe leicht gestiegen sind.

Unilever bestätigt Gespräche mit McCormick über ein mögliches Geschäft mit der Lebensmittelsparte. Zuvor hatte Bloomberg über Überlegungen zu einer Abspaltung des Bereichs berichtet.

NGG und Deutsche See haben sich nach Streiks und Verhandlungen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für rund 1.800 Beschäftigte bedeutet dies ein durchschnittliches Lohnplus von 5 Prozent.

Die ProWein in Düsseldorf hat 2026 weniger Besucher und Aussteller gezählt als im Vorjahr. Die Messe Düsseldorf verweist zugleich auf eine strategische Neuausrichtung und neue Formate der Veranstaltung.

Die Internorga 2026 in Hamburg zog über 1.200 Aussteller und rund 85.000 Besucher an. Mit neuen Schwerpunkten in den Bereichen Robotik, Nachhaltigkeit und Wein setzte die Fachmesse auf eine inhaltliche Erweiterung ihrer Ausstellungsflächen.

Pressemitteilung

Die zweite Ausgabe der 370GRAD hat ihre Positionierung als Plattform für Entscheider aus Hotellerie, Gastronomie und Catering bestätigt. Vom 13. bis 16. März 2026 traf sich die Branche im Empire Riverside Hotel in Hamburg zu vier Tagen voller Inspiration, persönlichem Austausch und neuen Partnerschaften.

Deutsche Winzer sind unter Druck. Das Gläschen am Abend ist bei vielen Konsumenten keine Selbstverständlichkeit mehr, der Absatz sinkt - und dann kommt noch Donald Trump mit hohen Zöllen um die Ecke.