Mehr Geld für Mehrweg: Recup sammelt 12 Millionen Euro ein

| Industrie Industrie

Mehrweg-Anbieter Recup/Rebowl hat in der aktuellen Finanzierungsrunde rund 12 Millionen Euro für den weiteren Ausbau seines Systems für To-go-Verpackungen erhalten. Gemeinsam mit dem bestehenden Gesellschafter Müller Medien beteiligen sich die blueworld.group, die Summiteer sowie die GLS-Bank.  

“Wir beweisen als Vorreiter seit vielen Jahren, dass Mehrweg in der Gastronomie funktioniert und leisten damit zusammen mit unseren Partnern einen erheblichen Beitrag zur Müllvermeidung. Das zusätzliche Kapital werden wir dazu einsetzen, unsere Marktführerschaft im Restaurant- und Lieferdienst-Bereich konsequent auszubauen und unseren Partnern wie To-go-Nutzenden, eine flächendeckende, nachhaltige und langfristig durchdachte Mehrweg-Lösung anzubieten”, so Gründer Florian Pachaly. 

“Für das gigantische Umweltproblem “Einwegmüll” braucht es eine langfristige, nachhaltige und überall unkompliziert verfügbare Lösung. Genau diesen Ansatz hat Recup/Rebowl zur Mission gemacht und leistet bereits jetzt einen großen Beitrag zur Vermeidung von Verpackungsmüll in Deutschlands To-go- und Liefer-Gastronomie. Wir freuen uns, die Mission und den (Mehr-)Weg von Recup/Rebowl langfristig zu begleiten und nachhaltig zu unterstützen”, sagt Dr. Rigbert Fischer, Gründer der blueworld.group. 

Vorbereitung auf das Mehrweggesetz

Das Unternehmen bietet eine Lösung für die Mehrweg-Angebotspflicht, die im nächsten Jahr in Kraft tritt (Tageskarte berichtete). Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind Cafés, Restaurants und andere gastronomische Betriebe, die eine Ladenfläche von über 80 Quadratmetern und/oder mehr als fünf Mitarbeitende haben sowie Filialen von Ketten verpflichtet, ihrer Kundschaft eine Mehrweg-Alternative zu Einwegverpackungen für To-go-Getränke und Take-away-Essen anzubieten. 

Das Recup/Rebowl-System wird bereits von Partnern wie Shell, Alnatura, Aral, Sodexo, Aramark, Denn’s, der Hofpfisterei, Müller/Höfliger oder der Bio Company genutzt. Im vergangenen Geschäftsjahr 2021 konnte das Unternehmen um mehr als 100 Prozent wachsen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.

Die französische Le Duff Group übernimmt die spanische Panamar Bakery Group. Laut Unternehmensangaben ist es die bislang größte Akquisition des Konzerns und Teil einer internationalen Expansionsstrategie. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

Rentokil ist jetzt Premium-Branchenpartner des DEHOGA Bayern. Der Verband holt sich damit einen Spezialisten mit tiefem Verständnis für die hygienischen, rechtlichen und operativen Anforderungen von Gastronomie und Hotellerie an seine Seite. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt und soll Mitgliedsbetrieben zusätzliche Sicherheit und fachliche Unterstützung im Schädlingsmanagement bieten.

Der Spargelanbau in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Erntemenge, Anbaufläche und Zahl der Betriebe sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken, während die Importe leicht gestiegen sind.

Unilever bestätigt Gespräche mit McCormick über ein mögliches Geschäft mit der Lebensmittelsparte. Zuvor hatte Bloomberg über Überlegungen zu einer Abspaltung des Bereichs berichtet.