Miele übernimmt Mehrheit an KptnCook

| Industrie Industrie

Rezeptideen finden Alltagsköche heute vor allem online. Die App KptnCook des gleichnamigen Berliner Start-ups zählt mit zu den wachstumsstärksten Angeboten im deutschsprachigen Raum - seit 2018 mit Beteiligung von Miele. Jetzt erhöht der Gütersloher Hausgerätekonzern seinen Anteil an KptnCook auf über 50 Prozent. Gemeinsames Ziel ist die Forcierung des Wachstumskurses der App in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch darüber hinaus. Außerdem ist ein stärker personalisiertes Angebot geplant.

KptnCook wurde 2014 von Eva Hoefer und Alex Reeg gegründet und beschäftigt 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Fokus liegt auf drei kreativen und ausgewogenen Rezepten pro Tag, die sich innerhalb einer halben Stunde zubereiten lassen. Für die Gestaltung und Nutzerführung erhielt KptnCook 2018 den Google Design Award und 2020 den German Design Award des Rats für Formgebung.

Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und übertraf im Januar die Marke von 20 Millionen monatlichen App-Sessions. "Zukünftig wollen wir die individuellen Vorlieben der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer bei den Rezeptvorschlägen - zum Beispiel nach vegetarischen oder veganen Gerichten - noch stärker berücksichtigen und mit dem Einkaufserlebnis im Supermarkt verzahnen", erklärt Alex Reeg, Geschäftsführer der Erfolgs-App KptnCook.

"Mit der Erhöhung der Beteiligung an KptnCook baut Miele sein Engagement in digitale Geschäftsmodelle ebenso weiter aus wie die Synergien mit bestehenden Angeboten", sagt Gernot Trettenbrein, Geschäftsführer der Miele Venture Capital GmbH und Leiter der neu gegründeten Business Unit New Growth Factory bei Miele. Konkret gehe es insbesondere um eine engere Verzahnung der KptnCook-App mit dem Assistenzsystem CookAssist. In Verbindung mit neuen Miele-Induktionskochfeldern führt CookAssist seine Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch den gesamten Bratprozess.

Für KptnCook bietet die Ausweitung des Miele-Engagements die Möglichkeit, die Position in Deutschland, Österreich und der Schweiz auszubauen und weitere internationale Märkte zu erschließen. Aktuell ist die App die am schnellsten wachsende mobile Rezeptplattform und Marktführer in der täglichen Nutzung in Deutschland. Auch das bestehende Geschäftsmodell als solches wird erweitert, zum Beispiel mit Zusatzfunktionen wie einem persönlichen Wochenplaner für Abonnentinnen und Abonnenten. Alex Reeg: "Wir freuen uns, mit Miele einen starken und verlässlichen Partner auf unserer Seite zu haben, der uns in der Vergangenheit hervorragend unterstützt hat und unsere Vorstellungen einer gemeinsamen Zukunft sowie die Leidenschaft für die Zubereitung von gesundem Essen teilt. Gemeinsam mit unserem herausragenden Team gehen wir die nächsten Innovationen begeistert an."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Coca-Cola ist ein weltweit agierender Getränkegigant. Im Vergleich dazu sind deutsche Brauereien Zwerge. Das hält sie aber nicht davon ab, dem Riesen die Stirn zu bieten.

Die Bierexporte aus Baden-Württemberg sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, sank die exportierte Menge um 26,6 Prozent auf über 1,0 Millionen Hektoliter.

Die Bierproduktion in Nordrhein-Westfalen ist 2025 erneut gesunken, während alkoholfreie Varianten weiter zulegen. Neue Daten zeigen deutliche Unterschiede in Entwicklung und Absatzwert.

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.