Nestlé bleibt etwas hinter Erwartungen zurück

| Industrie Industrie

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé hat die Umsatzerwartungen im ersten Halbjahr leicht verfehlt, die Jahresziele aber bestätigt. Von Januar bis Juni legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus eigener Kraft um 3,6 Prozent auf 45,46 Milliarden Schweizer Franken (rund 41,1 Mrd Euro) zu, wie der Konzern am Freitag in Vevey mitteilte. Am meisten wuchsen die Geschäfte erneut in den USA und in Brasilien.

Bei dem im August vergangenen Jahres abgeschlossenen Vermarktungsdeal zwischen Nestlé und Starbucks deute derzeit alles auf einen «überwältigenden Erfolg» hin, sagte Konzernchef Mark Schneider.

Nestlé hatte sich für gut sieben Milliarden US-Dollar das Recht auf die weltweite Vermarktung sämtlicher Konsum- und Gastronomieprodukte von Starbucks gesichert, mit Ausnahme der Starbucks-Cafés. Das habe die Kaffeesparte beflügelt, sagte Schneider nun. Der Bereich leidet allerdings noch immer unter Preisdruck.

Neben dem Kaffee waren in den ersten sechs Monaten vor allem Heimtierprodukte, Säuglingsnahrung sowie spezielle, auf bestimmte Krankheiten zugeschnittene Lebensmittel gefragt. Im Wassergeschäft ging das Wachstum bei der Nachfrage dagegen erneut zurück, wobei in Europa sogar weniger umgesetzt wurde als ein Jahr zuvor. Nestlé führte dies auf schlechtes Wetter zurück, wodurch sich das Wachstum im zweiten Quartal vor allem in Nordeuropa verlangsamt habe. Die Sparte konnte wie zuvor nur über Preiserhöhungen auf ein Plus gebracht werden.

Unter dem Strich stand letztlich ein Reingewinn von fünf Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das zwar fast 15 Prozent weniger - damals spülte allerdings der Verkauf des US-Süßwarengeschäfts an Ferrero für fast drei Milliarden Franken ordentlich Geld in die Kasse. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

„Start-up BW Elevator Pitch”: Sause – Die Seifenbrause gewinnt DEHOGA Cup

Der Gründungswettbewerb „Start-up BW Elevator Pitch“ sucht nach den einfallsreichsten Geschäftsideen. Der DEHOGA Cup fand auf der Intergastra statt und wurde als einziger Vorentscheid bundesweit ausgeschrieben. Das Team Sause – Die Seifenbrause aus München überzeugte die Jury und belegte den ersten Platz.

Mit Klimamodellen und Drohnen gegen den Wassermangel im Weinberg

In Franken fällt durchschnittlich dreimal weniger Regen als in Südbayern. Gerade für neue Rebstöcke kann dies das Aus bedeuten, bevor die ersten Trauben gelesen sind. Hilfe soll aus der Luft und vom PC kommen.

Französische Winzer fordern Notfond wegen US-Strafzöllen

Airbus hat Verständnis für französische Winzer, die unter US-Strafzöllen auf Wein leiden. Allerdings sei es nicht die richtige Lösung, Airbus wegen der Einnahmeverluste anzugehen. Die Winzer hatten zuvor die Regierung zum Handeln aufgefordert und die Schaffung eines Notfonds gefordert.

Pepsico wächst schwungvoller zum Jahresende

Der Limonaden- und Snackhersteller Pepsico hat zum Jahresende 2019 Fahrt aufgenommen. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um 5,7 Prozent auf 20,6 Milliarden US-Dollar (18,9 Mrd Euro), wie der Konkurrent von Coca-Cola mitteilte. In Europa sprudeln Gewinne dank SodaStream.

Intergastra und Koch-Olympiade eröffnet

Mit dem Entzünden der Flamme durch Fabian Hambüchen war klar: der olympische Geist – dieses Mal mit Kochmütze – ist symbolisch in Stuttgart angekommen. Die IKA/Olympiade der Köche und die Fachmesse Intergastra sind in Stuttgart auf dem Messegelände eröffnet worden.

INTERGASTRA 2020: Neuigkeiten, Termine und Olympiade der Köche

Vom 15. bis zum 19. Februar lockt die INTERGASTRA wieder nach Stuttgart. Die Messe rechnet mit rund 1.400 Ausstellern und über 100.000 Besuchern. Erfolgsgaranten seien laut Messechef unter anderem die Ausrichtung auf innovative Themen, das facettenreiche Angebot und die thematische Hallenplanung.

Mehr Bier und höhere Preise: Heineken steigert Gewinn

Für den zweitgrößten Bierbrauer der Welt läuft das Geschäft gut: Fast überall wird mehr Bier getrunken und auch teurere Marken. Wenn da nicht der Coronavirus in Asien wäre.

Wachstumstempo bei Nestlé lässt nach

Beim Lebensmittelkonzern Nestlé hat das Wachstumstempo nachgelassen. So legten die Schweizer im Schlussquartal 2019 aus eigener Kraft noch um drei Prozent zu, in den Quartalen davor waren die Zuwächse durchweg höher gewesen.

Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard bekommt Coronavirus zu spüren

Der französische Whiskey- und Wodka-Hersteller Pernod Ricard bekommt die Folgen des Coronavirus zu spüren. Die Lungenkrankheit schade der Nachfrage im Kernmarkt in China, teilte das Unternehmen mit. Die Prognose für das Geschäftsjahr wurde gekappt.

Deutscher Markt für Bio-Produkte wächst

Laut einer aktuellen GfK-Studie stieg die Nachfrage nach Bio-Nahrungsmitteln und -getränken in Deutschland gegenüber 2018 wieder deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr kauften die Shopper deutlich häufiger Bio-Produkte ein und legten bei dieser Gelegenheit mehr Bio-Ware in ihren Einkaufswagen.