Trotz deutlich gestiegener Produktionskosten sind die Preise der Prädikatsweingüter weitgehend stabil geblieben. Der VDP-Gutswein habe 2025 im Durchschnitt 11,50 Euro pro Flasche gekostet, so viel wie im Jahr zuvor, sagte Theresa Olkus vom Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) in Mainz. Gutswein mache rund zwei Drittel der VDP-Weine aus.
Die VDP-Spitzenweine (Große Lage) kosteten 2025 im Durchschnitt 42 Euro pro Flasche, zwei Euro mehr als im Jahr zuvor. Sie machen aber nur fünf Prozent des Angebots aus. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis für eine 0,75-Liter-Flasche deutschen Weins liegt dem VDP zufolge bei 3,35 Euro. Zahlen für 2026 gibt es noch nicht.
Frost und weniger Konsum: leichtes Absatzminus
Der Absatz der VDP-Weingüter lag vergangenes Jahr bei rund 33,5 Millionen Flaschen (minus 2,2 Millionen). Als Grund nennt der VDP Konsumzurückhaltung und frostbedingte Ausfälle. Der Umsatz habe etwa 426 Millionen Euro betragen (minus 20 Millionen Euro). Das waren etwa 2,1 Millionen Euro pro Betrieb - bei steigenden Kosten und mehr Aufwand im Verkauf. Vertrieb werde jetzt wieder viel aktiver gestaltet, sagte Olkus. Reisen, Events, Verkostungen und alternative Verkaufsformate nannte sie als Beispiele.
Rund drei Viertel des Umsatzes erzielen die Prädikatsweingüter im Inland. Der Anteil des Ab-Hof-Verkaufs liege dabei konstant bei rund einem Drittel. Zugleich gewinne der digitale Direktvertrieb weiter an Bedeutung und mache inzwischen rund zwölf Prozent aus.











