Starkregen bedroht Kaffee aus Brasilien und macht ihn teurer

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Heftiger Starkregen bedroht laut einer Studie zunehmend die Kaffeeproduktion im weltweit größten Anbauland Brasilien. Die starken Niederschläge könnten auf Arabica-Plantagen im Bundesstaat Minas Gerais die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen und die Ernte beeinträchtigen, heißt es in einer Analyse der Forschungsinitiative World Weather Attribution.

Ende Februar hatten extreme Regenfälle in der Region schwere Erdrutsche ausgelöst. Nach Angaben der Behörden kamen 72 Menschen ums Leben. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In der Stadt Juiz de Fora war der Februar nach Regierungsangaben der niederschlagsreichste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die verheerenden Erdrutsche seien ein Vorgeschmack auf künftige, heftigere Starkregenereignisse, die mit der Erderwärmung zunehmen würden, warnen die Wissenschaftler der World Weather Attribution.

Brasilien größter Kaffeeproduzent - Deutschland wichtigster Käufer

Minas Gerais im Südosten Brasiliens ist das Zentrum der brasilianischen Kaffeeproduktion und wichtigster Produzent von Arabica-Kaffee. Brasilien ist insgesamt der größte Kaffeeproduzent der Welt. Deutschland stieg nach Angaben des brasilianischen Verbands der Kaffee-Exporteure Cecafé 2025 zum größten Abnehmer brasilianischen Kaffees auf und importierte 5,4 Millionen Säcke zu je 60 Kilogramm.

Bereits in den vergangenen Jahren habe extremes Wetter zu einem Rückgang der Kaffeeproduktion um 15 bis 20 Prozent geführt und die Weltmarktpreise steigen lassen, heißt es in der Analyse der World Weather Attribution.

Mehr Starkregen zu erwarten

Die Forschungsinitiative untersucht regelmäßig nach Extremwetterereignissen den Einfluss des Klimawandels. Für die jüngsten Niederschläge in Brasilien konnten die Forscher keinen eindeutigen Einfluss nachweisen. Sie warnen jedoch, dass die Intensität solcher Regenfälle um schätzungsweise mindestens sieben Prozent zunehmen werde, wenn sich die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,6 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt.

«Das Ausmaß dieser Tragödie ist immens und zeigt, wie verwundbar unsere Hanggemeinden sind, während sich der Planet weiter erwärmt», sagte die Klimaforscherin Regina Rodrigues von der brasilianischen Universität Santa Catarina.

Den Vereinten Nationen zufolge steuert die Erde mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung zu. Würden die Staaten alles umsetzen, was sie sich in ihren nationalen Klimaschutzplänen vorgenommen haben, wäre der Berechnung zufolge bis Ende des Jahrhunderts mit 2,3 bis 2,5 Grad Erwärmung zu rechnen. (dpa)


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