Überdurchschnittliche Apfelernte erwartet

| Industrie Industrie

Deutschlands Obstbaubetriebe hoffen in diesem Jahr auf eine überdurchschnittlich gute Apfelernte. Die Erzeuger erwarten eine Menge von rund 1,051 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung am Donnerstag mitteilte. Das wären 46.000 Tonnen oder 4,6 Prozent mehr im Vorjahr.

Gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt würden voraussichtlich 80.000 Tonnen mehr (plus 8,2 Prozent) geerntet. Apfelbäume trügen in diesem Jahr viele Früchte und witterungsbedingt sei bislang wenig Krankheits- und Schädlingsbefall festgestellt worden, erläuterte die Wiesbadener Behörde.

Äpfel sind das am meisten geerntete Baumobst in Deutschland und werden auf einer Fläche von knapp 34.000 Hektar angebaut. Die wichtigsten Gebiete sind am Bodensee in Baden-Württemberg, in Niedersachsen (Altes Land) und in Sachsen. Dort würden zusammen mehr als zwei Drittel aller Äpfel in Deutschland geerntet.

Die Pflaumen- und Zwetschenernte wird in diesem Jahr zwar besser ausfallen als im schwachen Vorjahr, aber unter dem Zehnjahresdurchschnitt liegen. Erwartet wird eine Menge von gut 42.000 Tonnen und damit 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt von etwa 44.000 Tonnen wird jedoch mit einer um 4,3 Prozent geringeren Ernte gerechnet. Grund seien ungünstige Witterungsbedingungen wie Spätfröste, Trockenheit, Hitzestress und Hagel. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.