Weinlese hat begonnen – Früher Start in Federweißer-Saison

| Industrie Industrie

Die Weinlese für Federweißen hat in dieser Woche in der Pfalz und in Baden begonnen – früher als normalerweise. «Die ersten Trauben waren bereits außergewöhnlich süß», sagte der Sprecher des Deutschen Weininstituts (DWI), Ernst Büscher, bei der Lese in Neustadt-Geinsheim an der Weinstraße. Den Anfang machte die frühreife Sorte Solaris. 

«Die Lese für Sektgrundweine wird ebenfalls schon in den nächsten Tagen beginnen und nahtlos in die Ernte frühreifer Rebsorten für die Weinbereitung übergehen», kündigte Büscher an. 

Die voraussichtlich etwas niedrigeren Temperaturen kommende Woche seien ideal, auch etwas Regen hilfreich. «Es darf aber nicht zu viel regnen», sagte er mit Blick auf die Trauben. Und: «Bei der Lese sollte es trocken sein.» Die Trauben seien in diesem Jahr nicht nur besonders süß, sondern auch vergleichsweise klein. 

Lese beginnt früher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre 

Mit dem Lesestart für den Federweißen in der zweiten Augustwoche habe die Traubenernte für den Jahrgang etwa eine Woche früher als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre begonnen. Noch ein paar Tage früher waren die Winzer 2018 und 2020 dran. 

Federweißer wird «auf dem Weg vom Most zum Wein getrunken», wie Büscher sagt. Der Alkoholgehalt liege idealerweise bei fünf Prozent. Am Anfang ist er noch süßer, je länger er gärt, desto mehr Alkohol enthält er. 

Federweißer gärt in der Flasche 

Weil er in der Flasche gärt, muss Federweißer stehend gelagert werden. Er wird in nicht ganz dicht verschlossenen Flaschen verkauft, damit die Kohlensäule entweichen kann und die Flasche nicht platzt. Der «teilweise gegorene Traubenmost» – so die weinrechtliche Bezeichnung – darf nicht zu lange gelagert und kann auch nicht exportiert werden. 

Es gibt auch rote Sorten 

Federweißer wird auch Neuer Wein, Rauscher, Süßer oder Bitzler genannt und es gibt ihn auch aus roten Sorten, allerdings viel seltener. Dann wird er Roter Rauscher oder Federroter genannt. 

Das saisonale und regionale Produkt schmeckt frisch, prickelnd, spritzig und süß und wird gerne zu Zwiebel- oder Flammkuchen getrunken. Bundesweit würden schätzungsweise fünf bis sechs Millionen Liter pro Jahr verkauft. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Alkoholfreier Wein kommt bei immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland gut an. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) zum Auftakt der Weinmesse ProWein in Düsseldorf mitteilte, zogen der Absatz und Umsatz mit dieser Weinart im vergangenen Jahr um 25 Prozent an.

Heute startet in Hamburg die Branchenveranstaltung 370Grad. Vier Tage lang treffen sich Entscheider aus Hotellerie, Gastronomie und Catering im Empire Riverside Hotel zum Austausch über Konzepte, Produkte und Entwicklungen der Branche.

Die INTERNORGA 2026 setzt in Hamburg auf ein erweitertes Rahmenprogramm mit Kongressen, Wettbewerben, neuen Themenbereichen und Netzwerkformaten für Hotellerie, Gastronomie und Foodservice.

Lukull steht schon immer für weit mehr als seinen beliebten Klassiker, die Sauce Hollandaise. Nun wird die Range des Marktführers um zwei neue, vegetarische Saucen erweitert, die den Küchenalltag erleichtern. Die milde Champignon Sauce und die kräftige, glutenfreie Rotwein Sauce.

Extremer Regen löst im wichtigsten Kaffee-Anbauland Brasilien Erdrutsche mit verheerenden Folgen aus. Das wird auch hier an der Kaffeemaschine spürbar. Deutschland ist mittlerweile der größte Abnehmer brasilianischen Kaffees.

Die Münchener Kaffeekette Coffee Fellows steigt in den Markt für trinkfertige Dosengetränke ein. Ab April sind sechs Kaffee- und Matcha-Sorten im Handel und in den Filialen erhältlich.

Pressemitteilung

Am 1. und 2. März wurde die Messe Karlsruhe erneut zum Treffpunkt für die nationale und internationale Weinbranche: Zur dritten Ausgabe der EUROVINO kamen über 500 Ausstellende sowie Fachpublikum aus Handel, Gastronomie und Hotellerie nach Karlsruhe. In konzentrierter wie persönlicher Atmosphäre entstanden interessierte Gespräche, neue Geschäftskontakte sowie die Möglichkeit, Partnerschaften zu intensivieren.

Die Traditionsmanufaktur Kahla in Thüringen kämpft erneut mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und hat ein Insolvenzverfahren zur Sanierung eingeleitet. Trotz einer drastisch reduzierten Belegschaft und schwieriger Rahmenbedingungen durch hohe Energiekosten, soll die Produktion am historischen Standort fortgesetzt werden.

Henkell Freixenet erwirbt die restlichen Anteile an Freixenet S.A. und wird nach acht Jahren partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum alleinigen Eigentümer des spanischen Weltmarktführers für Cava. Während die Familie Ferrer künftig auf eigene Weingüter setzt, bleibt die Führung der Marke in Wiesbaden konzentriert.

Die finanzielle Schieflage von BrewDog mündet in einer Teilübernahme durch Tilray Brands. Für 33 Millionen Pfund sichert sich der US-Konzern die Markenrechte und elf Bars, während 38 Standorte schließen müssen und das deutsche Geschäft in die Liquidation geht.