Winzer in Rheinland-Pfalz hoffen auf Eiswein

| Industrie Industrie

In Rheinland-Pfalz spekulieren wieder mehr Winzer auf Eiswein. Für diesen Winter hätten 152 Betriebe eine Gesamtfläche von rund 107 Hektar für eine mögliche Eiswein-Lese angemeldet, teilte die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz am Mittwoch in Bad Kreuznach mit. Das sei die größte Fläche seit 2018. Im Vorjahr waren es nur 93 Betriebe mit zusammen 72 Hektar gewesen, die auf Eiswein setzten. 2019 standen 50 Betriebe in der Liste.

Ein Grund für den Trend nach oben: Die erfolgreiche Eisweinlese 2020 könnte Betriebe motiviert haben, noch mehr Eisweinflächen zu melden, teilte die Landwirtschaftskammer mit. Zudem gebe es in diesem Jahr gute Voraussetzungen: Vielerorts könnten Trauben noch lange gesund am Stock hängenbleiben.

Eiswein ist für Betriebe immer mit Risiko verbunden. Im Weinjahrgang 2019 hatten Winzer in Rheinland-Pfalz vergeblich auf Frost gewartet. Wird es nicht kalt genug, bedeutet das für den Winzer einen Totalverlust.

Für eine Eisweinlese müssen die Trauben durchgefroren sein. Dazu braucht es mindestens minus sieben Grad Kälte über mehrere Stunden. Die überreifen Trauben werden gefroren gelesen und gepresst. Eiswein ist besonders süß, weil ein großer Teil des Wassers in den gefrorenen Früchten zurückbleibt und der Zuckergehalt sehr hoch ist.

In 2018 hatten noch 683 Betriebe insgesamt 584 Hektar Eisweinfläche angemeldet. Doch der milde Winter hatte die Hoffnungen zahlreicher Winzer auf Eiswein nicht erfüllt. Im Folgejahr gingen dann wenige Anmeldungen ein, auch weil die 2019er-Ernte gering ausfiel. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.