Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, und David Köhler, Projektleiter EUROVINO, lieferten beim EUROVINO Day einen Ausblick auf die EUROVINO 2026 am 1. und 2. März. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Anfang Januar 2026 fand zum Start ins neue Messejahr 2026 die zweite Ausgabe des EUROVINO Days an der Messe Karlsruhe statt. Das Talk- und Networking-Format bot den zahlreichen Anwesenden aus Weinerzeugung und -vermarktung sowie Handel, Gastronomie und Presse die Möglichkeit, im Rahmen einer Keynote und zwei anschließenden Talkrunden die Expertise hochrangiger und erfahrener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Branche zu hören und Erkenntnisse daraus zu ziehen. Beide Talkrunden widmeten sich in diesem Jahr dem übergeordneten Thema „Erfolgreicher Weinvertrieb in herausfordernden Zeiten: Impulse und Lösungen für den Verkauf an Handel und die gehobene Gastronomie“.
Zudem umfasste der EUROVINO Day eine Vorabinformation zur dritten Ausgabe der EUROVINO – Fachmesse für Wein am 1. und 2. März 2026 und förderte beim Get-Together und gemeinsamen Imbiss den persönlichen Austausch der Anwesenden.
„Wir freuen uns sehr, dass wieder so viele Branchenakteure kurz nach den Weihnachtsferien das Vernetzungsangebot und inhaltliche Zusatz-Wissen angenommen haben, welches der EUROVINO Day bietet. Die zahlreiche Teilnahme bestätigt folglich die Konzeption des EUROVINO Days als auf die Bedürfnisse der Branche abgestimmtes Format sowie die Wichtigkeit der darin platzierten Themen und Fragestellungen. Für die intensive Auseinandersetzung mit diesen erweist sich dieses Format außerhalb des Messetrubels als optimal“, erklärte Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. Gemeinsam mit David Köhler, Projektleiter der EUROVINO, gab sie zum Start des EUROVINO Days einen Einblick in die diesjährige Ausgabe der Fachmesse für Wein. Aktuelle Informationen dazu sind in der Pressemappe zu finden.
In medias res: Expertinnen und Experten liefern Insights aus und für die Praxis
Den Einstieg zum diesjährigen Thema des EUROVINO Days und damit auch für die beiden anschließenden Talkrunden bereitete Matthias Abt, Verkaufsleiter Saffer Wein, mit seiner Keynote unter dem Titel „2026 – Was macht der Markt, was machen wir? Eine Standortbestimmung und Orientierung für Produzierende, Handel und Gastronomie“. Dabei stellte er zusammenfassend heraus: „Wir erleben einen Markt im Umbruch, im Prozess einer Marktbereinigung. Wer erfolgreich sein will, muss sich auf die Grundlagen konzentrieren. Der Ausgangspunkt ist immer ein hervorragendes Produkt. Eine effiziente Kostenstruktur. Fokus auf einen Absatzkanal, spezialisiertes Know-how.“
Anknüpfend an die Keynote widmete sich die erste Talkrunde mit dem Schwerpunkt Handel unter Moderation von Dr. Hermann Pilz, Beiratsvorsitzender der EUROVINO, folgender Fragestellung „Handel trifft Auswahl mit System: Was sind dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Produzierende und Vermarktende?“
Die erste Talkrunde widmete sich dem Thema des EUROVINO Days mit Fokus auf den Handel. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Dazu fasste Prof. Dr. Ruth Fleuchaus, Professorin im Studiengang Weinmarketing und Management an der HS Heilbronn, aus wissenschaftlicher Perspektive zusammen: „Erfolgsfaktoren für den Weinhandel der Zukunft sind klare Profilierung, kuratierte Sortimente und datenbasierte Entscheidungen. Transparenz zu Herkunft, Nachhaltigkeit und Qualität schafft Vertrauen. Digitale Vertriebswege, Storytelling und individuelle Beratung stärken die Kundenbindung. Mehrwertkonzepte und emotionale Leistungen um das Produkt können die Warengruppe Wein attraktiver machen.“
Die Aspekte Storytelling und Beratung betonte auch Bertram Völkle, Inhaber Edeka Bertram Völkle Stutensee, aus Handelssicht: „Der Kunde wird immer preissensibler, legt noch mehr Wert auf ein gutes Preis-Genuss-Verhältnis der Weine und ein kundenorientiertes Dienstleistungsangebot, wie z.B. Weinproben, kompetente Beratung, interessantes Storytelling sowie die entsprechende Sortimentsauswahl.“ Für Axel Neiß, Inhaber Weingut Neiss Kindenheim, spielt aus Produzenten-Perspektive zudem der Aspekt der Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette eine entscheidende Rolle: „Aus unserer Sicht entscheidet nicht nur die Qualität im Glas über den Erfolg, sondern die Art der Zusammenarbeit. Ein hoher qualitativer Anspruch im Weinberg und Keller, kombiniert mit klarer Planung, Verlässlichkeit und Marktverständnis, schafft die Basis für nachhaltigen Erfolg. Besonders schätzen wir Partnerschaften mit Handel und Gastronomie, die hochwertige Weine professionell platzieren und gemeinsam weiterentwickeln.“
Weitere Einblicke in die Talkrunde zum Schwerpunkt Handel, in der zudem Katja Felke, Geschäftsführerin Silkes Weinkeller, und Johannes Radke, Weinfachberater Weinladen Schmidt, ihre Expertise teilten, in die Keynote von Matthias Abt sowie die Vorschau auf die EUROVINO 2026 mit Britta Wirtz und David Köhler liefert der Live-Stream zu Themenblock I in voller Länge. Dieser ist jederzeit hier zu finden.
Die zweite Talkrunde des Nachmittags mit Fokus auf Gastronomie, geleitet von Denis Duhme, Weinakademiker, WSET- und Sommelier-Ausbilder sowie erster Vorstand „Die Weinreferenten“, befasste sich mit der Frage „Zwischen Genuss und Kalkulation: Was entscheidet über Weineinkauf und -platzierung in der gehobenen Gastronomie?“
Auch hierbei gingen Vertreterinnen und Vertreter von Anbieter- und Abnehmerseite ins Gespräch, wie beispielsweise Marcel Kazda, Küchenchef Garbo zum Löwen in Eggenstein-Leopoldshafen und somit Vertreter der Gastronomie, der herausstellte: „Für mich entscheiden über Weineinkauf und -platzierung die Persönlichkeit des Winzers, die Philosophie des Weinguts und dessen Weine, die durch Handwerk, Sorgfalt und saubere Kellerarbeit herausragen. Sie müssen mit derselben Leidenschaft und Herz entstehen, mit der wir in Küche und Service arbeiten. Wein ist Teil eines Ganzen, muss den Sommelier überzeugen und fair kalkuliert sein – nicht billig, sondern ehrlich bepreist, sodass Wertschätzung für alle Seiten spürbar bleibt.“
Die zweite Gesprächsrunde des Nachmittags beleuchtete Weineinkauf und -platzierung im Kontext der gehobenen Gastronomie. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Und Jasmin Ohlendorf, Hoteldirektorin Renthof Kassel, ergänzte: „In der gehobenen Gastronomie entscheiden nicht nur Preis und Marge über Weineinkauf und Platzierung, sondern vor allem Emotion, Storytelling und Verlässlichkeit. Gäste möchten erleben, woher ein Wein kommt und wofür er steht – und wir brauchen Partner, die Qualität, Kontinuität und persönlichen Kontakt bieten.“ Eine Meinung, die Philipp Gericke, Geschäftsführer Wein Wolf, mit seinen Worten in großen Teilen unterstrich: „Aus Distributeurs-Sicht lautet die Antwort auf die Frage: Serviceorientierte Lösungen bieten den Mehrwert für den Gastronomen, der Preis pro Flasche ist nicht zwingend das Argument“.
Talkrunde zwei mit den weiteren Teilnehmenden Susanne Platzer, Weinakademikerin und Geschäftsführerin Culinarium Bavaricum powered by RebBlut, Bettina Schumann, Weinhaus Bettina Schumann (Kaiserstuhl), sowie Sommelier Philipp Spielmann, ebenfalls Garbo zum Löwen, ist in voller Länge jederzeit hier anzusehen.
Über die EUROVINO
Gelegen im Zentrum der vier größten deutschen Weinanbaugebiete Rheinhessen, Pfalz, Baden und Württemberg richtet sich die EUROVINO an Weinerzeugende, -vermarktende und -abnehmende mit Fokus auf den deutschsprachigen und europäischen Absatzmarkt. Alles Wissenswerte rund um die EUROVINO gibt’s jederzeit unter www.eurovino.info sowie auf den Social-Media-Kanälen LinkedIn, Instagram und Facebook.
Informationen für Besuchende inkl. Tickets (Legitimation als Fachbesuchende erforderlich) sind unter eurovino.info/besuchen zu finden. Relevantes für (potenzielle) Ausstellende hält die Übersicht unter eurovino.info/ausstellen bereit.
Alkoholfreies Bier hat in Deutschland weitere Marktanteile gewonnen. Die größeren Brauereien produzierten 2025 rund 616 Millionen Liter, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 6,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die Getränke von Coca-Cola werden teurer. Das Unternehmen erhöht zum 1. September erneut seine Abgabepreise für den Handel und den Außer-Haus-Markt wie die Gastronomie. Die Preisanpassung liegt über alle Produkte hinweg im einstelligen Prozentbereich.
Mit den XS4 Heavy-Duty-Beschlägen hat Salto ab sofort besonders robuste Varianten der Serien XS4 One S und XS4 Original+ im Programm. Dank zusätzlicher Sicherheitsmerkmale erfüllen sie die Zertifizierungsstandards für Sicherheitsbeschläge und sind geeignet für Sicherheitstüren sowie Außentüren mit erhöhten Anforderungen an den Witterungsschutz.
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht die Auszeichnung „Spüler des Jahres“ in die zweite Runde. Mit der Initiative würdigt Winterhalter Menschen, die in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung täglich unverzichtbare Arbeit leisten. Obwohl sie den reibungslosen Ablauf sichern, bleibt ihr Einsatz meist im Hintergrund. Das möchte Winterhalter ändern.
Bei der Zubereitung einer Weinschorle kann doch nicht so viel schiefgehen, oder? Leider doch! Ob Riesling, Rosé oder alkoholfrei: Worauf es bei Wein und Sprudel ankommt, damit die Weinschorle richtig gut erfrischt.
Junge Weintrinker setzen auf Kabinett & Co.: Warum frische, leichte Weine mit weniger Alkohol plötzlich angesagt sind – und wie Winzer trotz Hitze den Trend mit cleveren Tricks unterstützen.
Kristallklare Gläser sind in der Gastronomie weit mehr als nur ein optisches Detail. Sie prägen den ersten Eindruck beim Gast, unterstreichen die Wertigkeit von Getränken und sind zugleich ein wichtiger Bestandteil eines professionellen Hygienekonzepts. Gerade in Zeiten steigender Qualitäts- und Hygienestandards gewinnt die maschinelle Gläseraufbereitung zunehmend an Bedeutung.
Mit dem geplanten Eigentümerwechsel von Vion zur Group of Butchers setzt Salomon FoodWorld auf Kontinuität und Wachstum. Geschäftsführer Simon Morris erläutert, warum sich für Kunden und Partner im Tagesgeschäft nichts ändert, welche Perspektiven die neue Eigentümerstruktur eröffnet und wie das Unternehmen seine Position als führender Foodservice-Spezialist in Europa weiter ausbauen will.
Insgesamt ist der Bierabsatz der Branchenriesen rückläufig. In Deutschland kann nur eine der großen Brauereien deutlich zulegen. Der Abstand zur Spitze ist aber gewaltig.
Aus einer gemeinsamen Ausbildung in Lyon entstand eine Buttermanufaktur im Bayerischen Wald. Die ButterBoyz produzieren heute rund 20 handgeknetete Buttersorten und beliefern vor allem Gastronomie, Hotellerie und Feinkosthandel.