Digitalisierung vs. Pappaufsteller

| Marketing Marketing

Die Zukunft des Marketings in den Zimmern der Gäste ist nicht nur eine Frage der Digitalisierung. Vielmehr geht es darum, den Gästen echten Mehrwert zu bieten. Klassische Werbung sollte dabei nur eine sekundäre Erwägung sein, wie der Blog Trend Munday erklärte.

Zusätzlichen Verkäufe in den Hotelzimmern seien natürlcih bei den Hotels beliebter als bei den Gästen. Schließlich bedeute für viele Hotels die ungeteilte Aufmerksamkeit des Gastes in seinem Zimmer, dass er immer mit Unmengen an Werbung bombardiert werden könne, so Trent Munday. Für die Gäste seien die unzähligen Aufsteller, Türhänger und Preisschilder von der Wasserflasche bis zum Bademantel jedoch eher nervig. 

Für die meisten Hoteldirektoren liege daher die Zukunft derartiger Verkäufe wahrscheinlich in der Digitalisierung. Schließlich sei die Werbung mit Aufstellern, Flyern und Hängeschildern teuer, unordentlich, ineffektiv und schädlich für die Umwelt. Und vor allem ist es in der Regel eben nicht das, was die Gäste auch wirklich wünschen. 

Das digitale In-Room-Marketing wird auf lange Sicht günstiger sein. Zumindest dann, wenn die anfänglichen Einrichtungskosten abgedeckt sind. Um die Zettelwirtschaft in den Zimmern zu verringern und umweltfreundlicher zu werden, seien die digitalen Varianten zudem eine gute Lösung. Die Annahme, dass die Gäste die digitalen Varianten aber auch wirklich begrüßen oder die Effektivität der Maßnahmen gesteigert werde, sei laut Trend Munday jedoch etwas naiv. Vielmehr gehe es darum, dem Gast einen wirklichen Nutzen zu liefern. Werbung ist eine sekundäre Erwägung. 

Untersuchungen von Suitepad, Orderbird oder Betterspace zeigen allerdings, dass über digitale Systeme Zusatzverkäufe getätigt oder Angebote an den Gast gebracht werden können.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Da der Valentinstag im Jahr 2026 auf einen Samstag fällt, bietet Maritim erstmals ein bundesweites Arrangement an. Die Kombination aus Übernachtung, Preisnachlässen für Online-Bucher und einem Vier-Gang-Menü soll die Attraktivität der Häuser am Festtag der Liebenden steigern.

Das Wellnesshotel Bollants Spa im Park in Bad Sobernheim hat sich der Autograph Collection by Marriott angeschlossen. Zeitgleich mit dem Markenwechsel erfolgt seit Oktober eine weitreichende Umbauphase.

Marriott sichert sich bedeutende Partnerschaften im Weltsport. Als offizieller Hotelpartner der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika und des International Cricket Council bis 2029 baut die Hotelgruppe ihre Präsenz bei Großereignissen aus.

Der Lebensmitteleinzelhändler Lidl setzt im Rahmen des diesjährigen Veganuary auf ein neues Marketingformat in der Gastronomie. In vier deutschen Großstädten übernimmt das Unternehmen zeitweise bestehende Restaurants, um die Anwendungsmöglichkeiten seines pflanzlichen Sortiments in der Praxis zu demonstrieren.

W Hotels setzt seine internationale Dokumentarserie Hotel Tales fort. In der neuen Staffel präsentieren Persönlichkeiten aus Kunst und Kulinarik Erlebnisse in Häusern von Austin bis Budapest und geben Einblicke in die strategische Neuausrichtung der Marke.

Im Januar 2026 setzt die Restaurantkette Cafe Del Sol ein Zeichen gegen die ständige Erreichbarkeit. Gäste, die ihr Mobiltelefon während des Besuchs in einer Aktionsbox verwahren, werden mit Freigetränken belohnt. Die Kampagne soll in allen 32 Standorten den Fokus auf das persönliche Gespräch und das soziale Miteinander lenken.

Small Luxury Hotels of the World (SLH) verzeichnet zum Abschluss des Jahres 2025 eine positive Bilanz. Im Rahmen ihres 35-jährigen Bestehens gab die Vereinigung bekannt, dass im laufenden Jahr 100 neue Mitgliedshotels aufgenommen wurden.

Das Kulm Hotel St. Moritz präsentiert in diesem Winter eine besondere Kunstinstallation des Künstlers Carsten Höller. Das Pink Mirror Carousel auf dem hoteleigenen Eisfeld bricht durch seine langsame Rotation und die markante rosafarbene Spiegelung mit den Sehgewohnheiten klassischer Jahrmarktattraktionen und lädt zur Reflexion inmitten der Engadiner Bergwelt ein.

Die Deutsche Hotelklassifizierung erweitert ihre digitalen Kommunikationswege durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ab sofort bietet die Klassifizierung einen interaktiven AI-Bot auf der Website hotelstars.eu an. Diese neuen digitalen Werkzeuge sollen Hoteliers und Reisenden gleichermaßen rund um die Uhr verlässliche Auskünfte liefern.

Das 25hours Hotel Zürich West erweitert sein Angebot in der Wintersaison um sogenannte Cold Plunge Sessions. Das Konzept kombiniert das kalte Schwimmen im Außenpool mit einem anschließenden Wellness- und Gastronomieerlebnis.