Pepsi benennt «Aunt Jemima»-Marke nach Rassismus-Vorwürfen um - Uncle Ben's in der Diskussion

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Der US-Getränke- und Lebensmittelmulti Pepsi gibt seiner Marke «Aunt Jemima» nach Rassismus-Vorwürfen einen neuen Anstrich. Die Produktpalette von «Aunt Jemima» umfasst vor allem Backmischungen für Frühstückspfannkuchen und Sirup. Die Ursprünge der über 130 Jahre alten Marke basierten auf Rassen-Stereotypen, räumte Marketingchefin Kristin Kroepfl von der Pepsi-Tochter Quaker Foods am Mittwoch ein. Kritiker stören sich vor allem am Logo, das in ihren Augen klischeehaft eine schwarze Frau als Maskottchen im Stil einer freundlichen Dienerin abbildet.

Pepsi will nun die Verpackung und den Markennamen ändern. Der Neustart mit verändertem Logo und Namen soll im vierten Quartal erfolgen. Angesichts der aktuellen Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA geraten auch Unternehmen stärker unter Druck, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen. «Wir müssen einen intensiven Blick auf unsere Marken werfen und sicherstellen, dass sie unsere Werte widerspiegeln und die Kundenerwartungen erfüllen», so Quaker-Managerin Kroepfl.

Auch der US-Lebensmittelkonzern Mars kündigte an, seine Reismarke Uncle Ben's «weiterzuentwickeln». Das Markenzeichen des Produkts zeigt den Kopf eines älteren schwarzen Mannes mit weißen Haaren. Mars erklärte, Haltung beim Bemühen zeigen zu wollen, rassistische Vorurteile und Ungerechtigkeiten zu beenden. Als globaler Konzern habe man eine Verantwortung. Was genau an der Marke geändert werde, sei noch nicht klar. Mars ziehe alle Möglichkeiten in Betracht. «Rassismus hat keinen Platz in der Gesellschaft», so der Konzern.

Auch die amerikanische Sirup-Marke "Mrs Butterworth's" kündigte an, ihr Aussehen neu gestalten zu wollen. Die Verpackung des Sirups, in Form einer Frauenfigur, sei problematisch und entspreche nicht mehr den Werten der Firma, teilte Conagra Brands, zu der die Marke gehört, dem US-Sender Fox News mit. (dpa)


 

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