Antisemitische Drohungen gegen «Bajszel»-Betreiber in Berlin Neukölln

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Die Neuköllner Kulturkneipe «Bajszel» ist erneut Ziel antisemitischer Anfeindungen geworden. Rund um die Schenke brachten unbekannte Flugblätter an, auf denen die drei Betreiber abgebildet sind und wegen angeblicher Unterstützung Israels persönlich bedroht werden. Laut Polizei nahm der Staatsschutz Ermittlungen zu dem Vorfall auf, über den mehrere Medien berichteten. 

Auf den Flugblättern ist nach Angaben der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, die die Drohungen scharf verurteilte, unter anderem zu lesen «Make Zionists afraid» (Macht Zionisten Angst). Sie sind mit roten Dreiecken versehen, die als Symbol der islamistischen Terrororganisation Hamas gelten. «Wir wollen, dass diese drei für immer schweigen», heißt es im Text des Flyers. 

Die Gaststätte bietet ihren Gästen Kulturprogramme und politische Veranstaltungen an, die Betreiber engagieren sich gegen Antisemitismus. Seit dem Massaker der Hamas in Israel vor zwei Jahren und dem darauffolgenden Beginn des Gaza-Kriegs ist die Einrichtung immer wieder Ziel von Angriffen und Drohungen. Unter anderem gab es einen versuchten Brandanschlag. 

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, forderte schnelle und konsequente Ermittlungen, sofortige Schutzmaßnahmen sowie ein klares politisches Signal von Bund, Land und Bezirk. «Die antisemitischen Morddrohungen gegen das Bajszel in Neukölln sind ein unerträglicher Skandal», erklärte er. «Wenn in Berlin Menschen, die sich offen zu Israel bekennen, mit dem Tode bedroht werden, ist das Terror im Alltag, und der darf nicht hingenommen werden.» (dpa)


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