Arbeitgeber kritisieren Vorschlag für Krankschreibung

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«Absolut indiskutabel» und «nicht von dieser Welt» - mit diesen Worten haben niedersächsische Arbeitgeber Vorschläge zu einer neuen Krankschreibungsregel kritisiert.

Am Wochenende hatte die Kassenärtzliche Bundesvereinigung vorgeschlagen, dass Arbeitnehmer erst ab dem vierten oder fünften Tag zum Arzt müssten, um sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu holen (Tageskarte berichtete). So könne das Gesundheitssystem entlastet werden, sagte Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, beim Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Chef des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall, Volker Schmidt, sagte: «Dies sind keine Beiträge zur Verringerung des viel zu hohen Krankenstandes in unseren Betrieben, im Gegenteil, sie leisten dem Missbrauch weiteren Vorschub.» Auch, dass der Arbeitgeber in begründeten Fällen künftig nicht mehr das Recht haben soll, vorzeitig die Vorlage einer Krankschreibung zu verlangen, sei völlig indiskutabel. 

Arbeitgeber: Lohnnebenkosten senken

Mit Blick auf die derzeitige Wirtschaftslage sollten sich Verantwortliche in der Politik, Wirtschaft und dem Gesundheitswesen stattdessen auf eine Senkung «der viel zu hohen Lohnnebenkosten» konzentrieren.

Dazu gehöre auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Unter «dem Deckmantel von Entbürokratisierung» dürfte dem Blaumachen nicht weiteren Vorschub geleistet werden. (dpa)


 

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