Mehrheit der Deutschen für Steuer auf zuckerhaltige Getränke

| Politik Politik

Die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke stößt in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten bewerten eine Steuer positiv, deren Höhe mit dem Zuckergehalt des Getränks steigt, wie eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von «web.de News» ergab. 33 Prozent lehnen den Vorstoß demnach ab, sieben Prozent können sich nicht entscheiden.

Die Jüngeren sind demnach tendenziell etwas kritischer: Von den 18- bis 29-Jährigen finden den Angaben zufolge 47 Prozent die Idee gut – 43 Prozent lehnen sie ab. Am größten ist die Zustimmung unter den über 65-Jährigen: 66 Prozent von ihnen bewerten eine Zuckersteuer positiv. Unter den 30- bis 39-Jährigen sowie unter den 50- bis 64-Jährigen sind jeweils 57 Prozent dafür. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen liegt die Zustimmung bei 54 Prozent.

Unterschiedlich fallen die Bewertungen aus, wenn man sich die Anhängerinnen und Anhänger der Parteien anschaut. So sind 94 Prozent der Grünen-, 81 Prozent der Linken- und 80 Prozent der SPD-Wähler für eine Zuckersteuer. Auch unter den Anhängern von CDU und CSU liegt die Zustimmung mit 64 Prozent über dem Durchschnitt. Mehrheitlich negativ fällt das Votum potenzieller AfD-Wähler aus: Von ihnen lehnen 65 Prozent eine Zuckersteuer ab.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat den Angaben zufolge vom 23. bis 25. Februar 2026 online rund 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Rheinland-Pfalz ist gegen die Einführung einer Bettensteuer. Der Verband plädiert dagegen für einen zweckgebundenen Gästebeitrag.

Die Europäische Union hat sich vorläufig auf eine Reform der Koordinierung der Sozialversicherungssysteme verständigt. Wie aus einer Mitteilung des Geschäftsreiseverbades BT4Europe hervorgeht, betrifft die Einigung insbesondere die Abschaffung der A1-Bescheinigung für kurzfristige grenzüberschreitende Geschäftsreisen.

Caroline von Kretschmann äußert sich zur Entlastungsprämie und nennt eine Beispielrechnung: Für die Auszahlung an alle Mitarbeiter wären 3,3 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz erforderlich. Auch der DEHOGA Hessen kritisiert das Maßnahmenpaket der Bundesregierung.

Als Reaktion auf gestiegene Kosten durch den Iran-Krieg ermöglicht die Koalition eine steuerfreie Krisenprämie für Arbeitnehmer. Die Wirtschaft hat aber schon verhalten reagiert.

Der Kanzler hat mit einer Äußerung zur gesetzlichen Rente für Empörung gesorgt. Auf dem CDA-Kongress versucht er, die Gemüter zu beruhigen. Und er hat eine Botschaft für den Koalitionspartner.

Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Kennzeichnung der Tierhaltung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Der Hotelverband Deutschland plant mit „IHA Inside 2026“ ein Branchentreffen am Nürburgring. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, Wettbewerbe und ein begleitendes Rahmenangebot.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Gesetzes Tierhaltungskennzeichnung vorgelegt. Ziel ist laut Entwurf eine grundlegende Reform und Ausweitung der Kennzeichnungspflichten, insbesondere auf die Außer-Haus-Verpflegung wie Restaurants, Kantinen und Imbisse.