Bayern lockert Corona-Regeln für Gastro und Clubs

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Schon am Freitagabend könnten sich die Tanzflächen in Bayern wieder füllen: Clubs und Diskotheken im Freistaat dürfen dann wieder unter 2G-plus-Bedingungen öffnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an. Nach dem Beschluss des Ministerrats müssen Besucher zwar geimpft oder genesen sein sowie einen negativen Corona-Test vorweisen oder eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Dafür fällt für sie aber die Maskenpflicht weg.

Auch in anderen Bereichen lockert der Freistaat entsprechend dem bei einer Bund-Länder-Runde im Februar beschlossenen Fahrplan. In Hotellerie und Gastronomie gilt deshalb von Freitag an wieder 3G. Neben Geimpften und Genesenen dürfen also auch Menschen mit negativem Corona-Test wieder Hotels, Restaurants, Bars und Kneipen besuchen. Zudem wird die Kapazitätsgrenze bei Sportveranstaltungen von 50 auf 75 Prozent erhöht. Maximal erlaubt bleiben dort aber 25 000 Zuschauer, die weiter FFP2-Masken tragen müssen.

Das gilt für Bayerns Schüler zumindest im Sportunterricht nach dem Ferienende nicht mehr. Die seit Ende der Herbstferien 2021 an Schulen geltende Maskenpflicht fällt im Sportunterricht nach dem Kabinettsbeschluss erneut weg. Abseits der Sportstunden solle die Maskenpflicht an Schulen aber weiter gelten, sagte Söder. Die Staatsregierung hatte sie für Schüler Anfang Oktober 2021 gekippt, wenige Wochen später aber angesichts steigender Infektionszahlen vorläufig wieder eingeführt - und danach verlängert.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte am Mittwoch, er hoffe, dass die Maskenpflicht an Schulen «bald auch im normalen Unterricht wegfällt». Man bekomme dazu unterschiedliche Rückmeldungen. «Wir hoffen aber, dass die Infektionszahlen hergeben, dass wir diese nächsten Schritte bald gehen können.»

Die Sieben-Tage-Inzidenz war am Mittwoch in Bayern deutlich gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Morgen mit rund 1574 an, am Vortag waren es noch 1684. Der Freistaat lag damit aber weiter deutlich über dem Bundesschnitt von knapp 1172. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sprach in München von einer «anhaltend stabilen Infektionslage». Die Situation in den Krankenhäusern sei «weiterhin beherrschbar», die schrittweisen Lockerungen daher möglich.

Experten gehen indes von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern - oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird. Diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein. (dpa)


 

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