Berliner Dehoga kritisiert Privat-Vermietungen

| Politik Politik

Der frisch ernannte Präsident des Dehoga Berlin hat die Anbieter privater Ferienwohnungen in der Hauptstadt kritisiert. Grundsätzlich hätten sie nichts dagegen, wenn man seine Räumlichkeiten im gesetzlichen Rahmen zur Verfügung stelle, erklärte Christian Andresen der Morgenpost. Der Wettbewerb sei jedoch oft unfair. 

Es müssten gleiche Bedingungen herrschen. So würden Privatleute im Zweifel keine Übernachtungssteuer oder Einkommenssteuer auf die erzielten Gewinne abführen. Das ärgere sie, denn hier könne nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, so der neue Verbandschef. 

In Berlin müssen sich Privatvermieter eigentlich beim zuständigen Bezirksamt melden und registrieren lassen. Dafür wird jedoch eine Gebühr von 225 Euro fällig, die sich viele Anbieter mutmaßlich schenken. Deshalb forderte der Dehoga-Chef auch eine stärkere Kontrolle des Markts. So würde sich auch der Wohnungsmarkt in der Hauptstadt entspannen. Schließlich werde der Wohnraum immer knapper. Der vorhandene sollte denen zur Verfügung gestellt werden. Die ihn auch brauchen. Und eben nicht zu hohen Preisen an Touristen vermietet werden. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke stößt in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten bewerten eine Steuer positiv, deren Höhe mit dem Zuckergehalt des Getränks steigt.

Während 60,4 Millionen Übernachtungen über Portale den Wohnraum unter Druck setzen, warnt Hotelier Marco Nussbaum vor der Lobby-Macht der Plattformen. Der Hotelverband IHA liefert mit einem neuen Leitfaden die Werkzeuge für Kommunen, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.

Die Ära der kleinen Kosmetikfläschchen in Hotelzimmern geht zu Ende. Ab 2030 untersagt eine neue EU-Verordnung Einwegverpackungen für Hygieneartikel im Beherbergungssektor. Während Hotels auf nachfüllbare Spendersysteme umstellen, bleibt der Verkauf von Reisegrößen im Einzelhandel vorerst erlaubt.

Die erste Tarifrunde für die Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe endete in Hannover ohne Abschluss. Während der Dehoga eine zweistufige Erhöhung um insgesamt 5 Prozent anbot, lehnte die Gewerkschaft NGG die Vorschläge ab. Die Verhandlungen werden im März fortgesetzt.

Die stellvertretende NGG-Vorsitzende Claudia Tiedge kritisiert Forderungen nach einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tags und warnt vor negativen Folgen für die Gleichstellung von Frauen.

Das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt sieht die seit Jahresbeginn geltende Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen zwar als spürbare Entlastung, schätzt die aktuelle Lage aber dennoch weiter als angespannt an.

Der DEHOGA setzt sich mit einer Kampagne für die Ablösung der täglichen Höchstarbeitszeit ein. Durch eine Umstellung auf die Wochenarbeitszeit sollen Betriebe sowie deren Beschäftigte von mehr Flexibilität profitieren. Die Bundesregierung braucht der Verband allerdings nicht mehr zu überzeugen. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit ist längst in Planung.

Der CDU-Parteitag hat eine Steuer auf gezuckerte Getränke abgelehnt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will aber noch nicht aufgeben und hat jetzt andere Pläne.

Mehrkosten fürs Mitnehmen? Potsdam will dem Beispiel Tübingen folgen und eine Verpackungssteuer einführen. Die Wirtschaft befürchtet, dass es am Ende der Kunde zu spüren bekommt.