Bundesregierung plant geringere Mittel für Tourismusförderung im Haushalt 2027

| Politik Politik

Die Bundesregierung will die Mittel für die Förderung der Leistungssteigerung im Tourismusgewerbe im Bundeshaushalt 2027 reduzieren. Nach der Antwort des Bundesministeriums der Finanzen auf eine schriftliche Anfrage des Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) soll der entsprechende Haushaltstitel von 2,898 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 2,449 Millionen Euro im Regierungsentwurf 2027 sinken. Das entspricht einer Kürzung um 449.000 Euro beziehungsweise mehr als 15 Prozent.

Bundesregierung verweist auf Konsolidierungsbedarf und Umschichtungen im Haushalt

In ihrer Antwort begründet die Bundesregierung die geringeren Mittel mit dem Konsolidierungsbedarf im Haushalt. Zudem gebe es bedarfsgerechte Umschichtungen innerhalb des Einzelplans 09 des Bundeswirtschaftsministeriums. Welche konkreten Projekte innerhalb des Tourismusetats von der Kürzung betroffen sein werden, geht aus der Antwort jedoch nicht hervor.

Der Gesamtansatz des Haushaltstitels „Potenziale in der Dienstleistungswirtschaft“ soll von 11,660 Millionen Euro im Haushalt 2026 auf 9,865 Millionen Euro im Regierungsentwurf 2027 sinken. Neben der Tourismusförderung ist auch die Förderung der Gesundheits- und Pflegewirtschaft betroffen. Für diesen Bereich sind im Regierungsentwurf keine Mittel mehr vorgesehen. Die Förderung kreativwirtschaftlicher Konzepte wird ebenfalls reduziert.

Grünen-Abgeordneter fordert Rücknahme der vorgesehenen Einsparungen

Der tourismuspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stefan Schmidt, kritisierte die geplanten Einsparungen. „Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung den Tourismustitel im Haushaltsentwurf 2027 um mehr als 15 Prozent kürzen will“, erklärte er.

Nach Angaben Schmidts werden aus dem betroffenen Haushaltstitel bislang unter anderem das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes, das Tourismus-Satellitenkonto sowie das Förderprogramm LIFT finanziert. Welche dieser Vorhaben von den Einsparungen betroffen sein werden, sei bislang offen. Schmidt kündigte an, hierzu weitere Informationen einzuholen.

Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen im Bundestag forderte Schmidt Änderungen am Regierungsentwurf. „Die Abgeordneten der Regierungsfraktionen müssen die halbe Million zurückverhandeln. Beim Tourismus darf nicht gekürzt werden“, sagte der Grünen-Politiker.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Dehoga Niedersachsen warnt vor massiven Schäden für das Gastgewerbe durch angekündigte Streiks im Nah- und Luftverkehr während der Hannover Messe. Verbandspräsident Breuckmann kritisiert den Zeitpunkt der Maßnahmen und fordert eine schnelle Einigung der Tarifparteien.

Die schwarz-rote Koalition reagiert auf gestiegene Preise. Eine Maßnahme: die sogenannte Entlastungsprämie von 1.000 Euro. Doch Unternehmensvertreter reagieren genervt.

Die NGG wirft dem DEHOGA Rheinland-Pfalz vor, Tarifverhandlungen einseitig für gescheitert erklärt zu haben. Beide Seiten stellen unterschiedliche Positionen zu Angebot und Forderungen dar.

Die schwarz-rote Koalition reagiert auf gestiegene Preise. Eine Maßnahme: die sogenannte Entlastungsprämie. Doch wie viele Arbeitnehmer sie am Ende bekommen, bleibt abzuwarten.

Die Folgen des Iran-Kriegs belasten Autofahrer und Wirtschaft. Mit einer Steuersenkung und einem Krisen-Bonus will die Koalition helfen. Weitere Reformen sollen folgen.

Die Bundesregierung hält an ihren Plänen fest, künftig eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu ermöglichen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, die als Bundestagsdrucksache vorliegt.

Berlin will über den Bundesrat eine bundesweite Pflicht für digitale Zahlungsmittel durchsetzen. Auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist eine entsprechende Regelung vorgesehen.

Ein Bündnis mehrerer Branchenverbände spricht sich gegen die geplante Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf die Gastronomie aus. Die Organisationen sehen laut Mitteilung zusätzliche Belastungen und fordern ein Aussetzen des Gesetzesvorhabens.

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung beschlossen, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public Viewing während der Fußball-WM 2026 ermöglicht. Städte und Gemeinden sollen dadurch flexibler über Veranstaltungen in den Nachtstunden entscheiden können.

Eine Expertenkommission empfiehlt zur Sanierung der Krankenkassen Steuererhöhungen auf Tabak, Alkohol und Zucker. Während die Berater auf Prävention und Milliardenentlastungen setzen, warnen Verbraucherschützer vor neuen sozialen Barrieren im Gesundheitssystem.