Dehoga zum Ausbildungsreport: Motivieren statt verteufeln

| Politik Politik

Das Hotel- und Gaststättengewerbe klagt über fehlenden Nachwuchs. Betrachte man die Ergebnisse des neuen Ausbildungsreport der DGB-Jugend, überrasche das wenig. „Gäbe es eine goldene Himbeere für Ausbildungen, die Branche wäre ein heißer Anwärter.“, sagt Volkmar Wolf, Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Der Dehoga Bundesverband setzt hingegen auf positive Beispiele, um bei den Themen Fachkräftesicherung und Ausbildung etwas zu erreichen. Dazu Sandra Warden, Dehoga-Geschäftsführerin und Arbeitsmarktexpertin:

„Wer etwas Positives für Fachkräftesicherung und Ausbildung erreichen will, sollte die guten Beispiele, die Mut machenden Geschichten erzählen. Wir haben doch wirklich engagierte und innovative Ausbildungsbetriebe in der Branche. Sie wissen, dass eine qualifizierte Ausbildung eine wichtige Zukunftsinvestition ist und geben den Kollegen Ideen. Und vor allem: Mit ihrer Kommunikation und der Kommunikation über sie wird dafür gesorgt, dass junge Leute wieder Lust bekommen auf eine Ausbildung und Perspektive in Hotellerie und Gastronomie."

"Dehoga-seits ist jedenfalls das unser Weg: Mit Initiativen wie TOP-Ausbildungsbetrieb, Ausbildung macht VIELfalt oder den Deutschen Jugendmeisterschaften, mit regionalen Kampagnen wie „Wir Gastfreunde“ oder „Gastroburner“ das Spotlight auf die Chancen und Erfolge zu richten, mit einer guten Umsetzung der neugeordneten Ausbildungen die Qualität weiter zu verbessern. Kurz: Zu motivieren, nicht zu verteufeln.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Schweizer Nationalrat hat eine Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen bis Ende 2035 abgelehnt. HotellerieSuisse kritisiert die Entscheidung. Nach der Entscheidung des Nationalrates wird sich nun der Ständerat mit der Vorlage befassen.

Marmelade kehrt zurück, Honig wird transparent: Die reformierten EU-Frühstücksrichtlinien bringen ab Juni 2026 neue Kennzeichnungspflichten auf das Buffet. Warum die strengeren Herkunftsangaben beim Honig den Einkauf verändern und neue Chancen für regionale Frühstückskonzepte bieten.

Der Deutsche Tourismusverband fordert anlässlich einer Bundestagsanhörung eine langfristige Absicherung der Finanzierung für die touristische Infrastruktur: Nur mit verlässlichen Förderinstrumenten könnten die Ziele der Nationalen Tourismusstrategie realisiert werden.

Die EU-Kommission hat erstmals Strategien für Inseln und Küstenregionen vorgestellt. Im Fokus stehen touristisch geprägte Gebiete, die mit Klimawandel, Wohnraummangel, saisonalen Arbeitsmärkten und einer hohen Abhängigkeit vom Tourismus konfrontiert sind.

Der Hotelverband Deutschland fordert eine Klarstellung der EU-Kommission zur Auslegung der Verpackungsverordnung PPWR. Nach Ansicht des Verbands könnten Hotels und Gastronomiebetriebe sonst fälschlicherweise als Hersteller von Verpackungen eingestuft werden.

Die Europäische Kommission hat wegen der Registrierungspflicht für Reisende ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Spanien eingeleitet. Die spanischen Hotelverbände FEHM und CEHAT begrüßen den Schritt und fordern die sofortige Aufhebung der Regelung.

Ein Bündnis aus 14 Wirtschaftsverbänden fordert die Bundesregierung zur Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf. Im Zentrum steht die Forderung nach einer Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Der Deutsche Tourismusverband fordert angesichts steigender kommunaler Kosten eine breitere Finanzierungsbasis für touristische Infrastrukturen. Dabei werden insbesondere Gästebeiträge und Tourismusabgaben als Mittel zur Sicherung der regionalen Attraktivität hervorgehoben.

Wie schon 2015 scheitert Hamburg mit seinen Olympia-Plänen am Willen der Bevölkerung. Das ist auch eine Niederlage für den Senat und seinen Bürgermeister Peter Tschentscher. Wirtschaftsverbände bedauerten das Nein zu Olympia.

Urlaub in Deutschland könnte für viele angesichts der angespannten Weltlage eine realistische Option werden. Profitieren dürften nach Ansicht des Tourismus-Koordinators vor allem küstennahe Regionen.