Dehoga zum Ausbildungsreport: Motivieren statt verteufeln

| Politik Politik

Das Hotel- und Gaststättengewerbe klagt über fehlenden Nachwuchs. Betrachte man die Ergebnisse des neuen Ausbildungsreport der DGB-Jugend, überrasche das wenig. „Gäbe es eine goldene Himbeere für Ausbildungen, die Branche wäre ein heißer Anwärter.“, sagt Volkmar Wolf, Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Der Dehoga Bundesverband setzt hingegen auf positive Beispiele, um bei den Themen Fachkräftesicherung und Ausbildung etwas zu erreichen. Dazu Sandra Warden, Dehoga-Geschäftsführerin und Arbeitsmarktexpertin:

„Wer etwas Positives für Fachkräftesicherung und Ausbildung erreichen will, sollte die guten Beispiele, die Mut machenden Geschichten erzählen. Wir haben doch wirklich engagierte und innovative Ausbildungsbetriebe in der Branche. Sie wissen, dass eine qualifizierte Ausbildung eine wichtige Zukunftsinvestition ist und geben den Kollegen Ideen. Und vor allem: Mit ihrer Kommunikation und der Kommunikation über sie wird dafür gesorgt, dass junge Leute wieder Lust bekommen auf eine Ausbildung und Perspektive in Hotellerie und Gastronomie."

"Dehoga-seits ist jedenfalls das unser Weg: Mit Initiativen wie TOP-Ausbildungsbetrieb, Ausbildung macht VIELfalt oder den Deutschen Jugendmeisterschaften, mit regionalen Kampagnen wie „Wir Gastfreunde“ oder „Gastroburner“ das Spotlight auf die Chancen und Erfolge zu richten, mit einer guten Umsetzung der neugeordneten Ausbildungen die Qualität weiter zu verbessern. Kurz: Zu motivieren, nicht zu verteufeln.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Kennzeichnung der Tierhaltung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Der Hotelverband Deutschland plant mit „IHA Inside 2026“ ein Branchentreffen am Nürburgring. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, Wettbewerbe und ein begleitendes Rahmenangebot.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Gesetzes Tierhaltungskennzeichnung vorgelegt. Ziel ist laut Entwurf eine grundlegende Reform und Ausweitung der Kennzeichnungspflichten, insbesondere auf die Außer-Haus-Verpflegung wie Restaurants, Kantinen und Imbisse.

Das lange geplante staatliche Tierhaltungslogo für Fleisch soll nach Plänen des Bundesagrarministeriums im nächsten Jahr mit mehreren Änderungen eingeführt werden - und zwar außer in Supermärkten auch in Restaurants und Kantinen.

Sandra Warden arbeitet seit fast 25 Jahren beim DEHOGA Bundesverband. Dort verantwortet sie als Geschäftsführerin die Bereiche Arbeitsmarkt und Tarifpolitik. In der aktuellen Darstellung der Bundesgeschäftsstelle auf der Website des Verbandes wird sie derzeit nicht aufgeführt. Auf Anfrage von Tageskarte zu den Änderungen reagiert der Verband knapp.

50 Cent extra für Einwegbecher & Co.: Die Verpackungsteuer in Potsdam sorgt für Riesen-Ärger. Verbände warnen vor Unmut beim Verbraucher wegen Preissprüngen und hohem Bürokratie-Aufwand.

Google steht unter Druck: Die von Künstlicher Intelligenz betriebenen Chatbots werden zunehmend zur Konkurrenz. Brüssel will dem Wettbewerb nicht im Weg stehen - im Gegenteil.

Der DEHOGA und weitere Wirtschaftsverbände kritisieren die geplante steuerfreie 1.000-Euro-Prämie. Sie sehen darin eine zusätzliche Belastung für Unternehmen in einer angespannten wirtschaftlichen Lage.