DGB warnt vor Armut in der Ausbildung

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Der DGB in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sieht ein gestiegenes Armutsrisiko für junge Menschen und fordert ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Viele junge Menschen erlebten in ihrer Ausbildung, dass das Geld am Ende des Monates nicht reiche, heißt es in einem Dossier mit dem Titel «Jung, motiviert - und trotzdem broke?». 

Steigende Mieten, hohe Lebenshaltungskosten und zu niedrige Ausbildungsvergütungen machten das Leben für viele Azubis, Studierende oder Personen ohne abgeschlossene Ausbildung zur täglichen Herausforderung, heißt es darin. Armut in der Ausbildung sei längst kein Randthema mehr, zahlreiche Auszubildende oder Studierende müssten nebenher jobben, verzichteten auf Freizeit, Mobilität oder gesunde Ernährung - das Ergebnis struktureller Ungerechtigkeit und politischer Versäumnisse, wie der DGB findet. 

Ruf nach mehr Geld und einem Zukunftsfonds Ausbildung 

Es brauche höhere Ausbildungsvergütungen und mehr Ausbildungsplätze. Unternehmen sollten weniger auf Zeugnisse, sondern mehr auf Potenziale junger Menschen schauen, riet der DGB. Ein Zukunftsfonds Ausbildung solle dafür sorgen, dass Betriebe, die Jugendliche mit mehr Unterstützungsbedarf ausbilden, nicht alleine auf den Kosten sitzen bleiben. 

Nötig sei außerdem unter anderem ein Azubi-Ticket für Rheinland-Pfalz sowie eine unbürokratischere Berufsausbildungsbeihilfe, die unabhängiger vom Elternhaus ausgestaltet sei. Die Bafög-Sätze gehörten an die realen Lebenshaltungskosten angepasst, betonte der DGB und sprach sich zudem für eine Bauoffensive aus, um mehr geförderten Wohnraum speziell für junge Menschen zu schaffen. 

Wichtig seien auch mehr Angebote für Praktika, um jungen Menschen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. In der Rentenpolitik müsse jungen Menschen mehr Sicherheit gegeben werden. (dpa)


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