DTV fordert zusätzliche Maßnahmen zur Zukunftssicherung des Tourismus

| Politik Politik

Die Ausbreitung des Coronavirus hat gravierende Auswirkungen auf die deutsche Tourismusbranche. Der Deutsche Tourismusverband (DTV) fordert die Bundesregierung auf, mit geeigneten Instrumenten dafür zu sorgen, dass die Akteure des Deutschlandtourismus keinen bleibenden Schaden nehmen. „Jetzt muss es darum gehen, finanzielle Engpässe zu überbrücken und zu verhindern, dass Unternehmen unverschuldet in Schieflage geraten und Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren“, so Norbert Kunz. Dazu hat der DTV dem Bund ein Mix aus kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen vorgeschlagen.

Die bereits vom Bund beschlossenen Maßnahmen zum Kurzarbeitergeld und zur Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge sind erste notwendige Schritte, denen weitere folgen müssen.

„Essentiell sind nun vor allem schnell wirkende, niedrigschwellige und vor allem leicht zugängliche Liquiditätshilfen für besonders betroffene Tourismusakteure und Leistungsträger aber auch Kongresszentren, Messen, Kultur-, Freizeit- und Tourismuseinrichtungen in Städten, Landkreisen und Gemeinden“, so Kunz. „Im Endeffekt geht es auch darum, die wirtschaftliche Wertschöpfung der Branche für die gesamte Volkswirtschaft auch nach der Krise zu erhalten“. Die deutsche Tourismusbranche hat unmittelbar mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen: Drastische Rückgänge im Veranstaltungs- und Messegeschäft, Stornierungswellen, Besucherrückgänge und eine hohe Buchungszurückhaltung treffen Gastgewerbe, Tourismus-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Mobilitätsanbieter hart.  

Hier die Forderungen des Deutschen Tourismusverbandes zur Zukunftssicherung des Deutschlandtourismus als PDF. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Jugendliche ab 14 Jahren dürfen in Begleitung etwa der Eltern in der Öffentlichkeit Bier, Wein oder Sekt trinken. Die Jugendministerin will das «begleitete Trinken» beenden.

Der Rat der Europäischen Union hat die Reform der Pauschalreiserichtlinie verabschiedet, um für mehr Klarheit bei Reisearten und außergewöhnlichen Umständen zu sorgen. Kritiker bemängeln jedoch die Beibehaltung der 14-tägigen Rückerstattungsfrist und fehlende Instrumente für globale Krisenszenarien.

Berlin führt eine Ausbildungsplatzumlage für Unternehmen ein. Wirtschaftsverbände kritisieren die Abgabe und sprechen von zusätzlichen Belastungen für Betriebe.

Mit gezielten Hilfen für den Tourismussektor hat die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts geschnürt.

Die Gewerkschaft NGG und der DEHOGA Niedersachsen haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt, der Lohnsteigerungen in zwei Stufen vorsieht. Auch die Vergütungen für Auszubildende werden bis 2028 schrittweise angehoben.

In der Schweiz wird im Juni 2026 über eine Begrenzung der Bevölkerungszahl abgestimmt. Ein Zusammenschluss der Tourismuswirtschaft stellt sich dagegen und sieht laut Mitteilung mögliche Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, internationale Abkommen und den Tourismussektor.

Der Bayerische Landtag hat eine Reform des Zweckentfremdungsgesetzes beschlossen. Künftig können Kommunen eine Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen einführen und auf Vermietungsdaten zugreifen.

Der Stadtrat der Stadt Zürich hat eine Volksinitiative zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen für gültig erklärt und unterstützt deren Ziele. Gleichzeitig ist ein Gegenvorschlag im Zusammenhang mit einer Bauordnungsrevision geplant.

Die Tarifgespräche im Gastgewerbe von Rheinland-Pfalz sind ohne Einigung beendet. Der DEHOGA erklärt die Verhandlungen mit der NGG für gescheitert und empfiehlt den Betrieben eine freiwillige Lohnerhöhung von 3,5 Prozent.

Potsdam plant eine Verpackungssteuer gegen Müllberge noch in diesem Jahr. Andere Städte in Brandenburg zweifeln an der Abgabe: zu hoher Aufwand, zu wenig Wirkung.