Endlich Biergarten: Viele Kreise in Bayern wollen am Montag Außen-Gastro öffnen

| Politik Politik

Tirschenreuth ging am Freitag voran, ein Dutzend weiterer Städte und Landkreise folgen: Bayerns Biergärten dürfen ab Montag in den ersten Gegenden mit einer stabilen Corona-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohner unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Cafés und Gastwirtschaften mit Außengastronomie.

13 Landkreise und kreisfreie Städte hätten Anträge gestellt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie würden «zeitnah geprüft und gebilligt». Neben Tirschenreuth hatten unter anderem die Landkreise Landsberg, Lindau, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Regen, Kitzingen, Würzburg und Starnberg sowie die kreisfreien Städte Passau, Bamberg und Schwabach Anträge gestellt. Starnberg, Kitzingen und Landsberg meldeten noch am Freitag, dass die Genehmigungen erteilt seien.

Tirschenreuth, war in der ersten und zweiten Corona-Welle besonders hart getroffen worden. Nun ist es allerdings derjenige Kreis in Bayern, der am längsten eine Inzidenz von unter 100 aufweist. Seit dem 14. April liegt Tirschenreuth unter diesem Wert. Das ist deutlich länger als nötig, um die Erlaubnis zur Öffnung beim Gesundheitsministerium zu beantragen. Fünf Tage muss ein Kreis einem Sprecher zufolge unter der Marke von 100 liegen. Dann folgten zwei Tage zur Verkündung und Vorbereitung und am insgesamt achten Tag könne dann geöffnet werden - allerdings nur mit der Zustimmung des Ministeriums.

Legt man die vom Gesundheitsministerium genannten Regeln auf die vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen an, könnten mit Stand Freitag insgesamt 16 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern einen Antrag zur Öffnung ab Montag stellen. Neben den bereits genannten kämen noch die Landkreise Main-Spessart und Garmisch-Partenkirchen sowie die kreisfreien Städte Weiden und Erlangen infrage.

Bereits in den Startlöchern sitzt zudem der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit derzeit vier Tagen unter 100. Hier könnte es - eine konstante Entwicklung und die Zustimmung des Ministeriums vorausgesetzt - theoretisch am Dienstag losgehen. Kandidaten für Öffnungen am Mittwoch mit derzeit drei Tagen unter 100 sind Stadt und Landkreis München, die Landkreise Bayreuth, Wunsiedel, Eichstätt, Nürnberger Land und Erding sowie die Stadt Würzburg.

Für die Öffnung der Außengastronomie gelten dabei strenge Hygienevorschriften. So werden laut Hotel- und Gaststättenverband bei Inzidenzen über 50 negative Corona-Tests verlangt, wenn Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen - mit Ausnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene. Zudem müssen sich die Gäste registrieren - und FFP2-Masken tragen, wenn sie nicht am Tisch sitzen. In Landkreisen, deren Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen wieder über 100 springt, müssen die Öffnungen zurückgenommen werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die NGG unterstützt die Empfehlungen der Rentenkommission zur Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Der DEHOGA warnt dagegen vor erheblichen Folgen für rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Im Supermarkt greifen viele Menschen zu veganen oder vegetarischen Produkten. Bald müssen sie sich an neue Namen gewöhnen: Bestimmte Begriffe, die an Tiere denken lassen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Alkoholsteuer vorbereitet. Nach einem Medienbericht sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops ab dem 1. Januar 2027 um 20 Prozent höher besteuert werden.

Die Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz erst Anfang 2027 in Kraft treten, während Berichtspflichten und Auskunftsansprüche ab Juni 2028 greifen sollen.

Eine eigene Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat eine Alternative zu den Reformplänen der Regierung erarbeitet. Das Konzept verspricht ziemlich viel. Wie soll es finanziert werden?

Arbeiten bei mehr als 30 Grad, vielleicht sogar körperlich? Das ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch gefährlich werden. Gewerkschaften setzen sich für mehr Schutz ein.

Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Wirken reicht weit über seine Amtszeit hinaus.

Die Diskussion um die mögliche Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs wird derzeit mit erstaunlich vielen Emotionen geführt – und erstaunlich wenig über die eigentlichen Auswirkungen. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Die Rentenkommission hat eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Alterssicherung vorgelegt. Vom Renteneintrittsfenster bis zur Kapitalrente – das steckt hinter den ungewohnten Begriffen.

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.