Erste Tarifrunde für das niedersächsische Gastgewerbe ohne Ergebnis

| Politik Politik

In Hannover sind die Tarifparteien des niedersächsischen Gastgewerbes zur ersten Verhandlungsrunde über die künftigen Entgelte zusammengekommen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Arbeitgeberverband Dehoga Niedersachsen tauschten sich am 25. Februar 2026 über ihre jeweiligen Positionen und die wirtschaftliche Situation der Branche aus. Trotz mehrfacher Offerten der Arbeitgeberseite konnte bislang keine Einigung erzielt werden.

Arbeitgeber legen Staffelangebot über zwei Jahre vor

Im Verlauf der Gespräche unterbreitete der Dehoga Niedersachsen insgesamt drei verschiedene Angebote. Die finale Offerte der Arbeitgeberseite sah eine schrittweise Anhebung der Löhne vor: Zum 1. Mai 2026 sollten die tariflichen Entgelte um 2,5 Prozent steigen. Eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent war für den 1. Mai 2027 vorgesehen. Dieses Angebot bezog sich auf sämtliche Entgeltgruppen sowie die Ausbildungsvergütungen und sah eine Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags von 24 Monaten vor.

Gewerkschaft lehnt Vorschläge vorerst ab

Die Tarifkommission der NGG wies auch das letzte der drei Angebote zurück. Über die konkreten Forderungen der Arbeitnehmerseite oder die Gründe für die Ablehnung liegen aus der ersten Runde keine weiteren Details vor. Der Dehoga Niedersachsen vertritt als Unternehmerverband die Interessen von knapp 5.000 Mitgliedsbetrieben aus der Hotellerie und Gastronomie, darunter mehr als 1.300 Ausbildungsbetriebe.

Fortsetzung der Gespräche im März terminiert

Die Verhandlungen wurden nach dem Austausch der Standpunkte vertagt. Ein neuer Termin für die Fortführung der Tarifrunde steht bereits fest: Die Delegationen der NGG und des Dehoga werden am 25. März 2026 erneut zusammentreffen, um die Gespräche für das niedersächsische Gastgewerbe fortzusetzen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Tübingen und Konstanz kennt man sie bereits - in Freiburg gibt es seit Jahresbeginn die Verpackungssteuer auf Speisen zum Mitnehmen. Aus der Gastronomie kommt Gegenwind - die Stadt äußert sich.

Die GEMA muss die Gebühren für Fernsehnutzung neu berechnen. Gastronomen und Hoteliers mit Bildschirmen bis 65 Zoll könnten von rückwirkenden Erstattungen und angepassten Tarifstrukturen profitieren.

Das Bundesarbeitsgericht setzt der Mitbestimmung bei Lieferdiensten Grenzen: Reine Liefergebiete ohne eigene Leitungsebene dürfen keine eigenen Betriebsräte wählen – auch wenn die Arbeit komplett per App gesteuert wird. Die Gewerkschaft NGG fordert nun gesetzliche Nachbesserungen.

Die Bundesregierung plant eine grundlegende Überarbeitung der Arbeitszeitvorgaben in Deutschland und kündigten das mit Veröffentlichung der Nationalen Tourismusstrategie an. Die Gewerkschaften hingegen befürchten eine zunehmende Belastung der Beschäftigten und drohen mit Arbeitskämpfen.

Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.

Die britische Regierung reagiert auf den Druck der Branche und führt ab April einen zusätzlichen Steuerbonus für Pubs ein. Während Schankbetriebe von spürbaren Entlastungen profitieren, bleibt eine entsprechende Unterstützung für Restaurants und Hotels vorerst aus.

Die Bundesregierung richtet die Tourismuspolitik neu aus. Mit einer Nationalen Tourismusstrategie, die heute im Kabinett zur Verabschiedung ansteht, sollen eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit ermöglicht werden, Überstunden steuerlich begünstigt und bürokratische Hürden für mittelständische Betriebe massiv abgebaut werden.

Der CDU-Wirtschaftsflügel will das Recht auf Teilzeit abschaffen. Mit dem Vorstoß sollen fehlende Arbeitskräfte kompensiert werden. Vielen Beschäftigten dürfte das nicht gefallen. Was bisher gilt im Überblick.

Die Pläne des Wirtschaftsflügels der Union, den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken, stoßen auf eine massive Welle der Kritik. Während die Mittelstands- und Wirtschaftsunion gegen „Lifestyle-Teilzeit“ vorgehen will, warnen SPD, Gewerkschaften und sogar Teile der CDU vor einem Realitätsverlust.

Die beiden größten freien Interessenverbände der österreichischen Tourismuswirtschaft rücken räumlich und strategisch enger zusammen. Ab Februar verlegt der Österreichische ReiseVerband (ÖRV) seinen Sitz in die Räumlichkeiten der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) in Wien.