Gastromomen fordern Hilfe bis zum Ende der Krise

| Politik Politik

Obwohl über das Ende der Corona-Krise diskutiert wird, dürfe die finanzielle Hilfe vom Staat nicht auslaufen, fordert ein DEHOGA-Vertreter..Es gebe etwa größere Betriebe, die nun wegen der langen Krisendauer ihren sogenannten EU-Beihilferahmen ausgeschöpft hätten - für die brauche es eine Lösung.

Vor dem Ende der Corona-Krise und der damit verbundenen Einschränkungen darf aus Sicht der Gastronomen im Land auch die finanzielle Hilfe vom Staat nicht auslaufen. «Die Hilfen für die Gastronomie müssen so sein, dass die Betriebe wirtschaftlich überleben können», sagte Daniel Ohl, dem Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Baden-Württemberg, der «Badischen Zeitung». «Und sie müssen so lange bezahlt werden, so lange die Krise dauert und die Einschränkungen vorhanden sind.»

Es gebe etwa größere Betriebe, die nun wegen der langen Krisendauer ihren sogenannten EU-Beihilferahmen ausgeschöpft hätten - für die brauche es eine Lösung, sagte Ohl. «Sonst kriegen sie gar nichts mehr. Das kann natürlich nicht sein.» Man müsse sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass Gastronomie und Hotellerie einen wirtschaftlichen Hauptteil der Last in dieser Krise trügen.

Die Gastrobranche hat laut Ohl seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 einen enormen Umsatzverlust erlitten. «Wir haben allein in Baden-Württemberg in dieser Zeit 12 Milliarden Euro verloren. Das entspricht einem Nettojahresumsatz der Branche im Land.»


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die NGG unterstützt die Empfehlungen der Rentenkommission zur Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Der DEHOGA warnt dagegen vor erheblichen Folgen für rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Im Supermarkt greifen viele Menschen zu veganen oder vegetarischen Produkten. Bald müssen sie sich an neue Namen gewöhnen: Bestimmte Begriffe, die an Tiere denken lassen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Alkoholsteuer vorbereitet. Nach einem Medienbericht sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops ab dem 1. Januar 2027 um 20 Prozent höher besteuert werden.

Die Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz erst Anfang 2027 in Kraft treten, während Berichtspflichten und Auskunftsansprüche ab Juni 2028 greifen sollen.

Eine eigene Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat eine Alternative zu den Reformplänen der Regierung erarbeitet. Das Konzept verspricht ziemlich viel. Wie soll es finanziert werden?

Arbeiten bei mehr als 30 Grad, vielleicht sogar körperlich? Das ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch gefährlich werden. Gewerkschaften setzen sich für mehr Schutz ein.

Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Wirken reicht weit über seine Amtszeit hinaus.

Die Diskussion um die mögliche Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs wird derzeit mit erstaunlich vielen Emotionen geführt – und erstaunlich wenig über die eigentlichen Auswirkungen. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Die Rentenkommission hat eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Alterssicherung vorgelegt. Vom Renteneintrittsfenster bis zur Kapitalrente – das steckt hinter den ungewohnten Begriffen.

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.