Neue Steuer auf Einwegverpackungen in Potsdam: Pommes auf die Hand oder der Kaffee zum Mitnehmen wird in der Landeshauptstadt voraussichtlich teuer. Aus Sicht von Gastronomie und Handel wird es mit der bereits beschlossenen Steuer zu Preissprüngen für die Verbraucher kommen, aber auch zu einer möglichen Gefährdung von Jobs.
Eine Allianz von Verbänden und Unternehmen lehnt die Steuer als «bürokratisches Monster» vehement ab, wie Vertreter am Mittag in Potsdam nach Beratungen mitteilten. Viele Betreibe seien ohnehin in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, hieß es. Auch eine Klage gegen die Verpackungsteuer schließen die Branchen-Vertreter nicht aus.
Steuer soll zum 1. Juli in Kraft treten
Ob bei McDonald's, in den Bahnhofspassagen oder an Imbissständen - die Steuer müsse für Essen und Getränke to go auf die Kunden in Potsdam umgelegt werden, hieß es aus der Wirtschaft. Ab 1. Juli will die Landeshauptstadt die Verpackungsteuer auf Einweggeschirr und Einwegverpackungen erheben - ein Novum in Brandenburg. Das beschloss das Stadtparlament im März (Tageskarte berichtete).
Für Einwegbecher, Teller oder Schalen beträgt der Aufschlag 50 Cent pro Einheit, für Besteck 20 Cent. Ab 2027 rechnet die Stadt nach eigenen Angaben mit jährlichen Einnahmen von rund einer Million Euro. Vorbild für die Einführung der kommunalen Steuer ist die Stadt Tübingen in Baden-Württemberg. Auch Freiburg und Konstanz erheben inzwischen eine solche Abgabe.













