"Geboostert"-Armband soll in Bremen Zugang zur Gastronomie erleichtern

| Politik Politik

Die Bremer Bänder-Lösung wird fortgesetzt. Nachdem das Wirtschafts-Ressort der Senatorin Kristina Vogt Anfang Dezember 2G-Armbänder für Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarktes ausgegeben hatte, wurde diese Lösung kurz darauf auch auf den Einzelhandel ausgeweitet. Nun gibt es ab sofort auch Armbänder für geboosterte Bremerinnen und Bremer.

Im Einzelhandel ist durch die weiterhin gültige 2G-Regel die Zugangsvoraussetzung gleichgeblieben. Für Gastronomie, Museen, Kultur etc. gilt seit dem 9. Januar eine 2G plus Regelung. Um das Kontrollverfahren für diese Einrichtungen und Kundinnen und Kunden zu vereinfachen und mehrfache Prüfungen zu vermeiden, wird nun ein "Geboostert"- Band eingesetzt.

"Mit der Bänder-Lösung sorgen wir für eine Vereinfachung des Zugangs zu gastronomischen Betrieben oder kulturellen Einrichtungen. Zum einen, indem wir den Bürgerinnen und Bürgern den Besuch einfacher, schneller und praktischer machen. Zum anderen erleichtert es auch die Kontrolle der Zutrittsvoraussetzungen ", sagt Senatorin Vogt. "Die Bremer Bänder-Lösung hat sich bewährt, deshalb setzen wir sie fort."

Die Bänder erbringen den durch die Ordnungsbehörden anerkannten Nachweis, neben der vollständigen Impfung eine dritte Auffrischungsimpfung erhalten zu haben. Das Vorzeigen des Bandes ermöglicht für ganz Bremen den vereinfachten Zugang – natürlich auch zum Einzelhandel, wo noch eine 2G-Nachweispflicht besteht. Die Gültigkeit der Bänder unterliegt bis auf Weiteres keiner zeitlichen Begrenzung, so lange sie unbeschädigt sind. Die Bänder werden nur an geboosterte Personen herausgegeben, nicht gegen Vorlage eines tagesaktuellen Tests beziehungsweise einer weniger als drei Monate zurückliegenden Zweitimpfung.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, verpflichten sich die Ausgabestellen zu ordnungsgemäßen Kontrollen. Ausgegeben werden können die Bänder von allen gastronomischen Betrieben, Museen, kulturellen Einrichtungen. Die Überprüfung des Impfstatusses und des Lichtbildausweises wird durch verantwortliche Personen nach einem einheitlichen Maßstab durchgeführt. Das persönliche Anlegen des Bandes erfolgt unter Aufsicht. Die Ausgabe der Bänder erfolgt kostenfrei.

Die Verteilung erfolgt unter anderem durch die Mitglieder der Bremer Gastro Gemeinschaft e.V., des DEHOGA Bremen e.V. und den Schlachte Marketing und Service Verband Bremen e.V..


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Denkfabrik „Zukunft der Gastwelt“ fordert ein umfassendes Belastungsmoratorium für das Gastgewerbe. In ihrem Schreiben an Bundestagsabgeordnete werden Insolvenzen, wie die der Revo Hospitality Group, als strukturelles Branchenproblem dargestellt. Marc Schnerr beleuchtet in einem Kommentar, warum er diese Argumentation ein wenig einseitig findet.

Die Kommission zur Sozialstaatsreform plant eine Neuausrichtung der Einkommensanrechnung und eine Vereinfachung von Sozialleistungen. Der Branchenverband DEHOGA verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung für geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe und warnt vor möglichen Fehlanreizen für Schwarzarbeit.

In Tübingen und Konstanz kennt man sie bereits - in Freiburg gibt es seit Jahresbeginn die Verpackungssteuer auf Speisen zum Mitnehmen. Aus der Gastronomie kommt Gegenwind - die Stadt äußert sich.

Die GEMA muss die Gebühren für Fernsehnutzung neu berechnen. Gastronomen und Hoteliers mit Bildschirmen bis 65 Zoll könnten von rückwirkenden Erstattungen und angepassten Tarifstrukturen profitieren.

Das Bundesarbeitsgericht setzt der Mitbestimmung bei Lieferdiensten Grenzen: Reine Liefergebiete ohne eigene Leitungsebene dürfen keine eigenen Betriebsräte wählen – auch wenn die Arbeit komplett per App gesteuert wird. Die Gewerkschaft NGG fordert nun gesetzliche Nachbesserungen.

Die Bundesregierung plant eine grundlegende Überarbeitung der Arbeitszeitvorgaben in Deutschland und kündigten das mit Veröffentlichung der Nationalen Tourismusstrategie an. Die Gewerkschaften hingegen befürchten eine zunehmende Belastung der Beschäftigten und drohen mit Arbeitskämpfen.

Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.

Die britische Regierung reagiert auf den Druck der Branche und führt ab April einen zusätzlichen Steuerbonus für Pubs ein. Während Schankbetriebe von spürbaren Entlastungen profitieren, bleibt eine entsprechende Unterstützung für Restaurants und Hotels vorerst aus.

Die Bundesregierung richtet die Tourismuspolitik neu aus. Mit einer Nationalen Tourismusstrategie, die heute im Kabinett zur Verabschiedung ansteht, sollen eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit ermöglicht werden, Überstunden steuerlich begünstigt und bürokratische Hürden für mittelständische Betriebe massiv abgebaut werden.

Der CDU-Wirtschaftsflügel will das Recht auf Teilzeit abschaffen. Mit dem Vorstoß sollen fehlende Arbeitskräfte kompensiert werden. Vielen Beschäftigten dürfte das nicht gefallen. Was bisher gilt im Überblick.