Gewerkschaft NGG fordert kräftige Lohnsteigerungen in 2023

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„In diesen besonderen Zeiten müssen die Löhne besonders stark steigen. Angesichts der rasant gestiegenen Preise für Lebensmittel, Energie und an der Tankstelle wissen längst auch viele Menschen mit mittlerem Einkommen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Die Inflation wird auch 2023 hoch sein: In den kommenden Tarifverhandlungen fordern wir für die Beschäftigten der Lebensmittelindustrie, im Gastgewerbe, in der Süßwarenindustrie, Brauereien und im Lebensmittelhandwerk zehn Prozent plus X mehr Geld", so hat Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die gestern vom Hauptvorstand der Gewerkschaft beschlossene so sogenannte Tarifpolitische Empfehlung kommentiert.

Einheitlich für alle NGG-Branchen sollen demnach in der Tarifrunde 2023 Lohnerhöhungen von zehn bis zwölf Prozent bei einer Laufzeit der Tarifverträge von zwölf Monaten gefordert werden. Freddy Adjan: „Wir brauchen eine kräftige und dauerhafte Erhöhung der Lohntabellen, da die Verbraucherpreise hoch bleiben werden. Das bedeutet auch, dass alle Einstiegsentgelte bei mindestens 13 Euro und damit über dem gesetzlichen Mindestlohnniveau liegen müssen.“

Darüber hinaus will die Gewerkschaft NGG für junge Menschen in Ausbildung mehr durchsetzen: Im kommenden Jahr sollen die Ausbildungsvergütungen in Festbeträgen um 200 Euro je Ausbildungsjahr erhöht werden. Ein monatlicher Fahrtkostenzuschuss für den Weg zur Berufsschule und die unbefristete Übernahme im erlernten Beruf nach erfolgreicher Ausbildung sowie die Auszahlung der Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld in voller Höhe für Auszubildende werden ebenfalls gefordert. 


 

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